Museum Guide - Deutsch

Museum Guide


Willkommen in unserem U.S. Sheriff's Museum Austria, welches eine der umfangreichsten Sammlungen ihrer Art außerhalb der USA beherbergt - ein Ort voller Geschichte und Inspiration. Seit 2015 finden in diesem privaten Museum über 16.000 U.S. Sheriff Abzeichen sowie mehr als 1.000 weitere Exponate zur Geschichte und Kultur des amerikanischen Polizeiwesens ein dauerhaftes Zuhause. 


Der County Sheriff in den USA ist ein gewählter Beamter, der für die Sicherheit und Ordnung in einem Bezirk zuständig ist. Er und seine Deputies (Hilfsheriffs) übernehmen die Polizeiarbeit in ländlichen Gebieten, in denen es keine eigene Stadtpolizei gibt. Der Sheriff ist außerdem verantwortlich für den Betrieb des Bezirkgefängnisses. Er sorgt für die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden und führt Gerichtsbeschlüsse wie Haftbefehle und Räumungen aus. Zudem koordiniert der Sheriff häufig Such- und Rettungsaktionen, besonders in weniger dicht besiedelten Regionen. In manchen Landkreisen überwacht er auch den Verkehr auf den Landstraßen.


Ein Sheriff’s Department besitzt eine klar gegliederte Rangordnung, die sich je nach County oder Bundesstaat leicht unterscheiden kann. Am Anfang steht der Sheriff’s Recruit oder Cadet, also ein Anwärter in Ausbildung. Danach folgt der Reserve Deputy, ein freiwilliger oder teilzeitlicher Hilfssheriff mit eingeschränkten Befugnissen. Der Deputy Sheriff bildet den Grundrang – er versieht Streifendienst, bearbeitet Einsätze und sorgt für die öffentliche Sicherheit.

Einige Deputys spezialisieren sich und arbeiten als Detective oder Investigator, die sich um Ermittlungen kümmern. Über ihnen steht oft der Corporal, der kleine Teams anleitet oder Deputys beaufsichtigt. Der nächste Rang ist der Sergeant, der eine Schicht oder Einheit führt und für die Einsatzleitung vor Ort verantwortlich ist.

Darauf folgt der Lieutenant, der mehrere Sergeants und Teams koordiniert. Ein Captain leitet meist eine gesamte Abteilung oder ein Revier, etwa den Streifendienst oder die Ermittlungsabteilung. Darüber steht der Major oder Commander, der für mehrere Divisionen oder größere Organisationsbereiche verantwortlich ist.

Der Assistant Sheriff oder Chief of Operations unterstützt die Behördenleitung und übernimmt operative oder administrative Aufgaben. Der Chief Deputy beziehungsweise Undersheriff ist der ranghöchste Beamte unterhalb des Sheriffs und führt das Department im Auftrag oder in Abwesenheit des Sheriffs.

An der Spitze steht der Sheriff selbst. Er ist meist gewählt und trägt die oberste Verantwortung für das gesamte Sheriff’s Department, einschließlich Personal, Budget und Einsatzstrategie.


Wir starten mit der Ausstellung links beginnend, den Auslagen/Wänden entlang:


Nummer 1: Goshen Co. Sheriff Department - Deputy LICATA - Puppe


Der Bezirk Goshen im Bundesstaat Wyoming wurde im Jahr 1911 offiziell gegründet, was zur Einrichtung des Sheriffamts führte, das fortan für die Durchsetzung der Gesetze in diesem neu geschaffenen Gebiet verantwortlich war. Das Goshen Co. Sheriff’s Office ist verantwortlich für die Strafverfolgung, Verkehrskontrollen, Such- und Rettungsaktionen sowie den Betrieb des Bezirksgefängnisses in den ländlichen Gebieten des Landkreises und arbeitet dabei eng mit anderen Behörden zusammen.


Nummer 2:  Bay Co. Sheriff's Office - Uniformhemd - Rahmen


Der Bezirk Bay im Bundesstaat Michigan wurde im Jahr 1857 gegründet und erhielt seinen Namen, weil er an die Saginaw Bay grenzt. 


Zu den Hauptaufgaben des Bay Co. Sheriff’s Office gehören die allgemeine Polizeiarbeit, die Überwachung ländlicher Gebiete, sowie der Betrieb des Bezirksgefängnisses. Das Sheriffbüro kümmert sich außerdem um den Gerichtsvollzugsdienst, also die Sicherung von Gerichtsgebäuden und den Transport von Häftlingen. Besonders hervorzuheben ist die Marine- und Schneemobil-Patrouille, die auf den zahlreichen Gewässern des Bezirks – insbesondere der Saginaw Bay, dem Saginaw River und dem Kawkawlin River – aktiv ist. Diese Einheit sorgt für Sicherheit auf dem Wasser, kontrolliert Boote und greift bei Notfällen ein. Im Winter patrouillieren sie mit Schneemobilen.


Pin - DIVE = Die Mitglieder des Tauchteams sind spezialisiert auf Such- und Bergungsoperationen in Gewässern. Das Team steht rund um die Uhr bereit und wird bei Wasserunfällen, vermissten Personen oder kriminalpolizeilichen Ermittlungen eingesetzt. Hauptsächlich operiert das Tauchteam in der Saginaw Bay, dem Saginaw River sowie dem Kawkawlin River, kann jedoch auch in weiteren Gewässern innerhalb des Countys aktiv werden. 



Nummer 3: Stark Co. Sheriff Department Uniform -  Deputy M. CARBONE - Puppe


Das Ohio Verwaltungsgesetzbuch Kapitel 311-1 schreibt für alle Sheriff-Büros im Bundesstaat Ohio standardisierte Uniformvorschriften vor, um ein einheitliches und professionelles Auftreten der Strafverfolgungsbehörden zu sichern. Somit tragen im Bundesstaat Ohio alle Mitarbeiter des Sheriffs dieselbe Uniform.


Der Bezirk Stark im Bundesstaat Ohio wurde im Jahr 1808 gegründet und ist nach General John Stark, einem amerikanischen General aus dem Unabhängigkeitskrieg, der besonders durch seinen Sieg in der Schlacht von Bennington (1777) bekannt wurde.


Das Stark Co. Sheriff’s Office ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Bezirk zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Strafverfolgung, Patrouillen in nicht eingemeindeten Gebieten, der Betrieb des Bezirksgefängnisses, die Zustellung gerichtlicher Dokumente (z. B. Haftbefehle und Vorladungen) sowie die Sicherung der Gerichtsgebäude. 



Pin - 1 Stern = Dienst 5 Jahre Dienstzeit



Nummer 4: Volusia Co. Sheriff's Office - Taktische Einheit - Uniformhemd - Rahmen


Der Bezirk Volusia im Bundesstaat Florida wurde im Jahr 1854 gegründet. 


Das SWAT-Team des Volusia Co. Sheriff’s Office ist eine Spezialtruppe für besonders gefährliche Einsätze. Es wird bei Geiselnahmen, bewaffneten Tätern, Amoklagen oder bei riskanten Durchsuchungen eingesetzt. Die Mitglieder sind gut ausgebildet in Taktiken, Nahkampf, Verhandlungen und Erster Hilfe. Das SWAT-Team sorgt dafür, dass gefährliche Situationen möglichst sicher für alle Beteiligten beendet werden.



Nummer 5: Faulkner Co. Sheriff's Office - Deputy MICKELS - Puppe


Der Bezirk Faulkner im Bundesstaat Arkansas wurde im Jahr 1873 gegründet und ist nach Colonel Sandford C. Faulkner benannt, einem bekannten Geschichtenerzähler und Geigenspieler, der das berühmte Volkslied „The Arkansas Traveler“ komponierte. 


Die Honor Guard (Ehrengarde) ist eine zeremonielle Einheit des Sheriffbüros, die bei offiziellen Anlässen wie Gedenkveranstaltungen, Paraden und anderen öffentlichen Zeremonien repräsentiert. Die Ehrengarde ehrt gefallene Kollegen und bewahrt die Traditionen sowie die Grundwerte der Strafverfolgung.



Nummer 6: Hopewell Sheriff's Office - Uniformjacke - Rahmen


Hopewell ist eine unabhängige Stadt im Bundesstaat Virginia und wurde im Jahr 1613 als Siedlung „Bermuda City“ gegründet. In Virginia gibt es eine besondere Verwaltungsstruktur, die sogenannte „unabhängige Städte“ (independent cities). Diese Städte sind politisch und administrativ nicht Teil eines Bezirkes – also eigenständige Einheiten, die ähnlich wie Bezirke funktionieren. Weil diese Städte rechtlich eigenständig sind und nicht zu einem Bezirk gehören, brauchen sie auch eigene Strafverfolgungsbehörden. Das heißt, sie haben einen eigenen Sheriff und oft auch eigene Polizeibehörden. 


Das Hopewell Sheriff’s Office ist für die Vollstreckung von Gerichtsbeschlüssen verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise Räumungen und Pfändungen. Außerdem sorgt das Büro für die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden und begleitet Gerichtsverhandlungen. Das Sheriff’s Office verwaltet die lokale Haftanstalt. Es kümmert sich um die Unterbringung der Gefangenen und deren Transport zu Gerichten oder anderen Einrichtungen. Darüber hinaus engagiert sich das Büro in der Öffentlichkeitsarbeit. Es führt Präventionsprogramme durch und informiert die Gemeinschaft über wichtige Sicherheitsfragen.



Nummer 7: Audrain Co. Sheriff's Office - Deputy Sergeant Matthew OLLER - Puppe


Der Bezirk Audrain im Bundesstaaten Missouri wurde im Jahr 1836 gegründet und ist nach James H. Audrain, einem einem Mitglied der Staatslegislative von Missouri und Veteran des Kriegs 1812, benannt.


Das Audrain Co. Sheriff’s Office in Missouri ist zuständig für die öffentliche Sicherheit im Bezirk, außerhalb der Stadtgrenzen. Zu seinen Hauptaufgaben gehören Streifenfahrten, Verkehrskontrollen, Einsatz bei Notrufen, Kriminalermittlungen, der Transport und die Überwachung von Häftlingen, sowie die Sicherstellung des Gerichtsbetriebs. Außerdem übernimmt das Büro die Zustellung gerichtlicher Dokumente und setzt spezialisierte Einheiten wie Diensthunde-Teams (K9) und Polizisten in Schulen (SRO) ein. 



Nummer 8:  Camden Co. Sheriff's Office - Deputy Sergeant J. WILLIAMS - Puppe 


Der Bezirk Camden im Bundesstaat Missouri wurde im Jahr 1841 als „County of Kinderhook“ gegründet und 1843 in „Camden County“ umbenannt. 

Das Camden Co. Sheriff’s Office ist zuständig für Strafverfolgung, Gefängnisbetrieb, Notrufkommunikation, Gerichts- und Gefangenentransporte, Ermittlungen, Streifendienst, Tierschutz sowie die Zustellung gerichtlicher Dokumente und gliedert sich in die Bereiche Verwaltung, Einsatz (Operations) und Strafvollzug (Corrections). 


Pin - TACTICAL Team - Die Taktische Einheit des Camden Co. Sheriff's Office ist eine spezialisierte Einheit, die für die Bewältigung von hochriskanten Situationen wie bewaffneten Verdächtigen, Geiselnahmen und anderen kritischen Einsätzen zuständig ist. Die Mitglieder dieser Einheit erhalten spezielle Schulungen und sind mit fortschrittlicher Ausrüstung ausgestattet, um in solchen Szenarien effektiv und sicher handeln zu können. 


Pin - NEGOTIATOR - Das Verhandlungsteam (Crisis Negotiation Team) arbeitet daran, in kritischen Situationen durch Kommunikation eine gewaltfreie Lösung zu erzielen. Die Mitglieder dieses Teams sind speziell geschult, um mit Personen in extrem belastenden Situationen zu verhandeln und deren sichere Aufgabe zu gewährleisten.



Nummer 9: Milwaukee Co. Sheriff's Office - Ausrüstung - Rahmen


Der Bezirk Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin wurde im Jahr 1835 gegründet und stammt von einem Wort der Potawatomi- oder Ojibwe-Indianer und bedeutet etwa „Ort, wo das gute Wasser ist“ oder „guter Hafen“.


Das Milwaukee Co. Sheriff’s Office betreibt das Bezirksgefängnis und sorgt für die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden. Es patrouilliert in Gebieten ohne eigene Polizei und arbeitet bei der Verbrechensbekämpfung mit anderen Behörden zusammen. Das Sheriffbüro vollstreckt Gerichtsbeschlüsse wie Haftbefehle und Räumungen.


In diesem Rahmen werden auch sogenannte "bullion patches" gezeigt. Diese hochwertigen, metallisch gestickten Abzeichen werden von Sheriffsämtern meist zu zeremoniellen Anlässen oder von ranghohen Beamten getragen. Die Abzeichen bestehen aus Metallfäden (meist gold- oder silberfarben), die auf Stoff gestickt sind. Bullion patches sind luxuriöser, auffälliger und werden handwerklich aufwändiger hergestellt. 



Nummer 10: Pinal Co. Sheriff's Office - M. FENDER - Puppe


Der Bezirk Pinal im Bundestaat Arizona wurde im Jahr 1875 gegründet. Der Name „Pinal“ kommt vermutlich von den “Pinal Mountains”, einem Gebirgszug, der in der Region liegt. 


Das Pinal Co. Sheriff’s Office ist zuständig für die Strafverfolgung in nicht eingemeindeten Gebieten, den Betrieb des Bezirksgefängnisses, Such- und Rettungseinsätze, die Zustellung gerichtlicher Dokumente, zivilrechtliche Vollstreckungen sowie Präventionsarbeit und wird dabei teilweise von freiwilligen Einheiten unterstützt. 


Eine bekannte Dokumentarserie, die das Pinal County Sheriff’s Office porträtiert, ist „Live PD“. Die Sendung lief von 2016 bis 2020 und begleitete verschiedene Sheriff-Büros in den USA live bei ihren Einsätzen. Diese Uniform wurde in dieser Sendung von Deputy M. FENDER getragen und anschließend dem Museum zur Verfügung gestellt.



Nummer 11: Cole Co. Sheriff's Office - Deputy GASH - Puppe


Der Bezirk Cole im Bundestaat Missouri wurde im Jahr 1820 gegründet und ist nach Captain Stephen Cole, einem Offizier in der Missouri-Miliz während des frühen 19. Jahrhunderts, benannt.


Das Cole Co. Sheriff’s Office ist verantwortlich für die allgemeine Strafverfolgung, Verkehrskontrollen und Notfalleinsätze im gesamten Bezirk. Zudem betreibt es das Bezirksgefängnis, verwaltet die Inhaftierung und Rehabilitation von Gefangenen und stellt gerichtliche Dokumente zu. Unterstützt wird das Sheriffbüro von einer Reserveeinheit aus freiwilligen Deputies, die bei verschiedenen Aufgaben und besonderen Veranstaltungen helfen. 

Das 1033 Program, offiziell bekannt als das Law Enforcement Support Office (LESO) Program, ist ein Programm des U.S. Verteidigungsministeriums. Es ermöglicht staatlichen und lokalen Polizeibehörden, überschüssige militärische Ausrüstung aus den Beständen der U.S. Streitkräfte kostenlos zu übernehmen. Die gesetzliche Grundlage dafür wurde 1997 mit Section 1033 des National Defense Authorization Act (NDAA) geschaffen, wovon sich auch der Name des Programms ableitet.


Ziel des Programms ist es, militärisches Material weiterzuverwenden und damit die öffentliche Sicherheit zu unterstützen, insbesondere bei der Terrorismus- und Drogenbekämpfung sowie beim Katastrophenschutz. Über das 1033-Programm erhalten Polizeibehörden Ausrüstung wie Fahrzeuge, Schutzkleidung, Nachtsichtgeräte, Funktechnik, medizinische Geräte und in manchen Fällen auch Waffen und Munition.

Das Programm ist jedoch sehr umstritten, weil Kritiker darin eine Militarisierung der Polizei sehen. Der Einsatz militärischer Fahrzeuge und Waffen bei zivilen Einsätzen oder Demonstrationen hat in der Vergangenheit zu öffentlicher Empörung geführt. Befürworter argumentieren hingegen, dass die Ausrüstung notwendig sei, um auf gefährliche Situationen vorbereitet zu sein.


Mehrere U.S. Präsidenten haben das Programm verändert: Barack Obama schränkte es 2015 ein, Donald Trump machte viele dieser Einschränkungen 2017 rückgängig, und Joe Biden führte 2022 wieder strengere Transparenz- und Berichtspflichten ein. Trotz der Kritik besteht das 1033-Programm bis heute und hat seit seiner Einführung Ausrüstung im Wert von mehreren Milliarden U.S. Dollar an Polizeibehörden im ganzen Land verteilt.



Nummer 12: Schaukasten - Handschellen


Handschellen gehören zur Grundausrüstung und bestehen in der Regel aus Stahl und ermöglichen es, eine Person schnell, einfach und sicher zu fixieren. Am 20. Februar 1912 wurde in den USA das noch heute verwendete Grundprinzip der Handschelle mit Doppelbügel, der sich um einen Drehpunkt in ein Schlossgehäuse schwingt, patentiert. Moderne Handschellen sind entweder durch eine Kette oder ein Gelenk miteinander verbunden. 

Fußfesseln ähneln Handschellen, besitzen jedoch einen größeren Innendurchmesser, sodass sie um die Knöchel einer Person gelegt werden können. Im Vergleich zu Handschellen ist die verbindende Kette bei Standard-Fußfesseln länger, um eine gewisse Bewegungsfreiheit der Beine zu ermöglichen.


Wenn ein Verdächtiger besonders aggressiv ist, können zusätzlich zu Handschellen auch Fußfesseln angelegt werden. Dabei wird manchmal die Kette der Fußfesseln um die der Handschellen gelegt, bevor die Fußfesseln geschlossen werden. Dadurch wird die Person in der sogenannten „Hogtie“-Position fixiert. Bei dieser Methode werden die Hände meist hinter dem Rücken und die Füße zusammengebunden, sodass die Person auf dem Bauch liegt und Hände und Füße miteinander verbunden sind - ähnlich wie ein zusammengerolltes Bündel, daher der Name „Hogtie (zu Deutsch: „Schweinefessel“). Diese Fesseltechnik ist sehr umstritten, weil es in einigen Fällen zu Todesfällen durch „Positionsasphyxie“ (Lagebedingter Erstickungstod) gekommen ist – das bedeutet, dass die Person durch die Lage der Fesseln nicht mehr richtig atmen kann und erstickt. Aus diesem Grund ist sie in vielen Ländern stark eingeschränkt oder vollständig verboten. 


Fußfesseln werden außerdem häufig beim Transport von Gefangenen außerhalb gesicherter Bereiche eingesetzt, um Fluchtversuche zu verhindern.



Nummer 13: Pulaski Co. Sheriff's Office - LOWRANCE - Uniformhemd 


Der Bezirk Pulaski im Bundesstaat Missouri wurde im Jahr 1833 gegründet und ist nach Casimir Pulaski, einem polnischen Adligen, Soldaten und Militärbefehlshaber, der vor allem für seine Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bekannt ist, benannt. 


Das Pulaski Co. Sheriff's Office ist für die Durchsetzung der Gesetze des Bundesstaates und des Bezirks verantwortlich. Die Deputies patrouillieren im gesamten Bezirk, reagieren auf Notrufe und andere Einsätze, führen Ermittlungen durch und nehmen bei Bedarf Festnahmen vor. Die Dienststelle betreibt zudem das Bezirksgefängnis, in dem Personen in Untersuchungshaft sitzen oder eine Haftstrafe verbüßen. Es ist auch für den Gefangenentransport und die Sicherheit der Gerichtsgebäude im County zuständig. Darüber hinaus übernimmt das Sheriff's Office die Zustellung gerichtlicher Dokumente wie Vorladungen, Räumungsbescheide und Ladungen. Spezialisierte Einheiten innerhalb der Behörde widmen sich unter anderem der Kriminalermittlung, der Drogenbekämpfung oder dem Einsatz von Spürhunden (K-9).



Nummer 14: The Runnaway - Bilderrahmen


Norman Rockwell (1894-1978), ein Meister der amerikanischen Malerei, ist bekannt für seine Fähigkeit, alltägliche Szenen mit einer tiefen emotionalen Resonanz darzustellen. Eines seiner bemerkenswertesten Werke ist das Gemälde "The Runaway", das 1958 entstand. Das Gemälde zeigt einen Jungen, der anscheinend von zu Hause weggelaufen ist. Er sitzt auf einer Bank in einem kleinen Diner, umgeben von Erwachsenen. Ein zentrales Thema in "The Runaway" ist die Suche nach Identität und Freiheit. Gleichzeitig zeigt das Bild die Realität, dass das Erwachsenwerden oft mit Unsicherheiten und Herausforderungen verbunden ist.


Rockwell, der in Stockbridge, Massachusetts lebte, bat seine Freunde und Nachbarn in den 1950er und 60er Jahren häufig darum, ihm als Modelle für seine Titelseiten und Anzeigen in nationalen Zeitschriften zu dienen. Auf dem Bild sind der damals 8-jährige Eddie Locke und Trooper Richard J. Clemens (1928-2012) der Massachusetts State Police abgebildet. 



Number 15: Johnson Co. Sheriff's Office - Lieutenant D. MARTIN - Uniformhemd


Der Johnson County im Bundesstaat Kansas wurde im Jahr 1855 gegründet und ist nach Reverend Thomas Johnson, einem Methodistenprediger und Missionar benannt.


Das Johnson Co. Sheriff's Office ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und die Durchsetzung von Gesetzen im Zuständigkeitsbereich des Bezirkes verantwortlich. Zu den Aufgaben gehören Streifendienst in nicht eingemeindeten Gebieten, die Bearbeitung von Notrufen sowie die Unterstützung anderer Polizeibehörden im Bezirk.


Das Sheriff's Office betreibt das Bezirksgefängnis, in dem Untersuchungs- und Strafgefangene untergebracht sind, und ist für den Gefangenentransport sowie die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden zuständig. Es stellt gerichtliche Dokumente wie Vorladungen, Haftbefehle und Räumungsbescheide zu. Zudem verfügt das Sheriff’s Office über spezialisierte Einheiten, etwa für Drogenermittlungen, SWAT-Einsätze, K-9-Teams und Cyberkriminalität. Auch Programme zur Kriminalprävention und Zusammenarbeit mit der Gemeinde gehören zu den Aufgabenbereichen.

Pin - U.S. Flag bar = die Farben der U.S. Flagge symbolisieren: Rot für Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit, weiß für Reinheit und unschuld sowie Blau für Wachsamkeit, Beharrlichkeit und Gerechtigkeit.


Pin - Community Service Award - Diese Auszeichnung würdigt den außergewöhnlichen Einsatz für die Gemeinschaft. 



Nummer 16: Jefferson Parish Sheriff's Office - Bilderrahmen


Die Abzeichen wurden dem Museum von Deputy Paul Sperandeo gespendet. 


Der Jefferson Parish im Bundesstaat Louisiana wurde im Jahr 1825 gegründet und ist nach Thomas Jefferson, dem 3.  Präsidenten der USA benannt. Jefferson spielte eine zentrale Rolle beim Louisiana Purchase (Louisiana-Kauf) im Jahr 1803, durch den die Vereinigten Staaten das Gebiet von Frankreich erwarben, in dem sich heute auch Jefferson Parish befindet. 


Das Jefferson Parish Sheriff’s Office ist zuständig für die öffentliche Sicherheit, die Strafverfolgung und den Betrieb der Gefängnisse in den nicht eingemeindeten Gebieten des Parish. 


In Louisiana heißt ein Verwaltungsbezirk Parish statt County, weil die Einteilung noch aus der französisch-spanischen Kolonialzeit stammt, in der die Gebiete kirchliche Pfarreien waren, und dieser Begriff nach dem Louisiana Purchase beibehalten wurde. 



Nummer 17: Schaukasten - Schlagstöcke


Klassische Modelle, wie der night stick (Nachtstock), der vor allem in der Nacht getragen wurde, bestand aus Holz oder Kunststoff. Ein „Sap“ oder „Club“ ist eine lederüberzogene Handwaffe. Runde Varianten nennt man Blackjacks, flache Formen heißen Slapper oder Beavertail Sap – wegen ihrer Form.


Heute werden viele traditionelle Schlagstöcke durch ausziehbare Modelle ersetzt. Ein Vorteil: Er kann bequem am Gürtel getragen werden, auch beim Sitzen im Streifenwagen – im Gegensatz zum Seitengriff-Schlagstock, der meist abgelegt werden muss.



Nummer 18: San Bernardino Co. Sheriff's Office - Air Rescue - E.M.T. SHELL - Uniformhemd (E.M.T. = Notfallsanitäter)


Der Bezirk San Bernardino im Bundestaat Kalifornien wurde im Jahr 1851 gegründet und wurde nach San Bernardino von Siena, einem italienischen Franziskanerprediger und Heiligen aus dem 15. Jahrhundert benannt. Die Stadt und das Tal wurden von spanischen Missionaren benannt, die oft Orte nach Heiligen der katholischen Kirche benannten.


Die San Bernardino Co. Sheriff's Office Air Rescue Unit ist eine spezialisierte Luftrettungseinheit, die für eine Vielzahl lebensrettender Einsätze zuständig ist. Ihre Hauptaufgaben umfassen Such- und Rettungseinsätze, medizinische Notfalltransporte, Evakuierungen aus unwegsamem Gelände sowie die Unterstützung bei Naturkatastrophen wie Waldbränden. 



Nummer 19: Faulkner Co. Sheriff Department - R. SKINNER - Uniformhemd


Das Faulkner Co. Sheriff’s Office ist für die Durchsetzung der Gesetze im Bezirk zuständig und sorgt für die öffentliche Sicherheit im gesamten County. Die Deputies patrouillieren in den nicht eingemeindeten Gebieten und reagieren auf Notrufe sowie andere Einsätze. Sie untersuchen Straftaten und nehmen bei Bedarf Festnahmen vor. Das Sheriff’s Office betreibt das Bezirksgefängnis und kümmert sich um die Unterbringung von Untersuchungshäftlingen und Strafgefangenen. Zudem ist das Sheriffbüro für den Transport von Gefangenen verantwortlich und sorgt für die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden. Gerichtliche Dokumente wie Vorladungen, Haftbefehle und Räumungsbescheide werden ebenfalls vom Sheriff’s Office zugestellt.


 


Pin - FTO (Field Training Officer) = Ausbilder


Ein Field Training Officer im Sheriff’s Office schult und bewertet neue Deputys nach ihrem Abschluss an der Polizeiakademie. Der FTO begleitet die Auszubildenden während der Streifenfahrten und zeigt ihnen, wie sie Gesetze anwenden, Vorschriften einhalten und reale Einsätze sicher und professionell bewältigen. Er gibt Feedback, erstellt Leistungsbewertungen und dient als Mentor sowie Vorbild. Am Ende der Ausbildung entscheidet der FTO, ob der Deputy bereit ist, selbstständig Dienst zu leisten. 


Pin - ARK DEPT. OF HEALTH - CERTIEFIED EMERGENCY MED. TECH. - Das Faulkner Co. Sheriff's Office in Arkansas beschäftigt zertifizierte Notfallsanitäter (EMTs), die im Rahmen ihrer polizeilichen Aufgaben auch medizinische Erstversorgung leisten können.



Nummer 20: St. Lucie Sheriff’s Office – Bilderrahmen


St. Lucie County im Bundesstaat Florida wurde 1844 gegründet und ist nach Heilige Lucia von Syrakus benannt.


Das St. Lucie County Sheriff’s Office untersucht Straftaten, nimmt Straftäter fest und sorgt im gesamten Bezirk für Ordnung. Die Behörde betreibt außerdem das Bezirksgefängnis und verwaltet das Notrufzentrum 911. Zusätzlich bietet sie Streifen- und Verkehrsdienste sowie Programme zur Bürgerbindung an, um Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen.



Nummer 21:  Das Bezirksgefängnis - County Jail: 


Das County Jail (Bezirksgefängnis) wird zur Inhaftierung von Personen genutztm die wegen geringfügiger Straftaten verurteilt wurden oder sich in Untersuchungshaft befinden, weil sie nicht gegen Kaution freigelassen werden konnten. Nach einer Festnahme durch die Strafverfolgungsbehörden wird eine Person in der Regel zunächst dorthin gebracht. In den meisten Städten gibt es mindestens ein Bezirksgefängnis. In weniger dicht besiedelten Regionen werden Festgenommene oft zunächst zur Polizeiwache gebracht und anschließend ins nächstgelegene Bezirksgefängnis überstellt. Viele Bezirksgefängnisse dienen außerdem der kurzfristigen Unterbringung von Personen, die wegen kleinerer Vergehen verurteilt wurden. Personen, die auf ihren Prozess warten (Untersuchungshäftlinge), befinden sich auf Anordnung der Strafverfolgungsbehörden in Haft, während Verurteilte ihre Strafe auf gerichtliche Anordnung im Bezirksgefängnis absitzen.

Gefangene tragen spezielle Overalls, die je nach Einrichtung und Sicherheitsstufe unterschiedlich gestaltet sind. Häufig kommen gestreifte Overalls zum Einsatz, die traditionell schwarz-weiß oder schwarz-gelb gestreift sind und leicht erkennbar machen, dass es sich um Insassen handelt. In vielen modernen Gefängnissen ist auch die auffällige orangefarbene Kleidung verbreitet. Der orange Overall dient vor allem dazu, Gefangene klar von anderen Personen zu unterscheiden und eine Flucht zu erschweren, da die Farbe sehr auffällig ist. Oft wird der Overall mit einem weißen T-Shirt kombiniert. 


Miranda Warnung:


Die Miranda-Warnung muss in den USA nicht jeder festgenommenen Person automatisch vorgelesen werden. Sie ist nur erforderlich, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Die Person befindet sich in Polizeigewahrsam und wird von der Polizei befragt. 


Wenn jemand also verhaftet wird, aber nicht befragt wird, muss die Warnung nicht gegeben werden. Ebenso ist sie nicht nötig, wenn eine Person freiwillig mit der Polizei spricht, ohne festgehalten zu werden. Die Miranda-Warnung soll sicherstellen, dass die Person ihre Rechte kennt. Dazu gehört das Recht zu schweigen und das Recht auf einen Anwalt.


 


Die Miranda-Warnung geht auf das Urteil „Miranda v. Arizona“ zurück. Ernesto Miranda wurde 1963 in Arizona verhaftet, weil er verdächtigt wurde, eine Frau entführt und vergewaltigt zu haben. Während der Polizeiverhöre gestand er die Tat, ohne dass ihm seine Rechte erklärt wurden. Miranda argumentierte, dass sein Geständnis gegen die Fünfte Verfassungsänderung verstieß, da er nicht über sein Recht zu schweigen und sein Recht auf einen Anwalt informiert worden war.


1966 entschied der Oberste Gerichtshof der USA im Fall Miranda v. Arizona zugunsten von Miranda. Das Gericht stellte fest, dass Aussagen von in Gewahrsam befindlichen Personen nur dann vor Gericht zulässig sind, wenn sie zuvor über ihre Rechte informiert wurden.

Dieses Urteil führte zur Einführung der Miranda-Warnung. Sie schützt die Rechte von Festgenommenen, darunter das Recht zu schweigen und das Recht auf einen Anwalt. Geständnisse, die ohne diese Hinweise abgegeben werden, dürfen in der Regel nicht als Beweismittel verwendet werden. Das Urteil prägt bis heute die Polizeipraxis bei Verhören in den USA.



St.  Louis County Jail - Insassen Uniform orange - Puppe


Das St. Louis County Jail im Bundestaat Missouri befindet sich im Buzz Westfall Justice Center in Clayton und wurde 1998 eröffnet. Es bietet Platz für bis zu 1.400 Insassen. Das Bezirksgefängnis verfügt über Programme wie GED-Kurse und elektronische Hausarrest-Überwachung. GED-Kurse sind Vorbereitungskurse für den General Educational Development (GED)-Test. Der GED-Test ist ein Abschlussprüfungsäquivalent zum High-School-Abschluss in den USA. Er ermöglicht Menschen, die die reguläre High School nicht abgeschlossen haben, einen anerkannten Schulabschluss zu erlangen. 



Faulkner Co. Sheriff's Office - Insassen Uniform gestreift - Puppe


Das Faulkner County Jail in Conway, Arkansas, besteht aus zwei Hauptbereichen: einem Hochsicherheitsbereich und einem Buchungsbereich. Es bietet rund um die Uhr Sicherheitsüberwachung sowie Programme zur Rehabilitation der Insassen an. 



In dieser Gefängniszelle wird unter anderem ein original rosafarbenes Handtuch und eine Unterhose aus dem Maricopa County Jail im Bundesstaat Arizona gezeigt. Die Unterhose wurde von Sheriff Joe Arpaio signiert. Das Maricopa Co. Jail ist eines der größten lokalen Gefängnissysteme in den Vereinigten Staaten. Seit 2021 steht es unter der Leitung von Sheriff Paul Penzone.


Besonders berüchtigt wurde das Maricopa County Jail in den Jahren unter Joe Arpaio (1993–2016). Arpaio ließ das sogenannte „Tent City Jail“ errichten – ein Freiluftgefängnis aus Zelten in der Wüste, in dem Häftlinge unter extremen Temperaturen ausharren mussten. Diese Einrichtung wurde international kritisiert und schließlich 2017 von Penzone geschlossen. Während Arpaios Amtszeit kam es außerdem zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, Vorwürfen von rassistischer Diskriminierung, Misshandlungen und unzureichender medizinischer Versorgung. 2013 stellte ein Bundesgericht fest, dass das Sheriff’s Office unter Arpaio systematisch Latinos diskriminiert hatte. 



Nummer 22: Autauga Co. Sheriff's Office - Deputy T.J. FARRIS - Puppe


Der Bezirk Autauga im Bundestaat Alabama wurde 1818 gegründet und ist nach dem Fluss Autauga benannt, dessen Name aus einer Sprache der amerikanischen Ureinwohner stammt. 


Das Autauga Co. Sheriff's Office ist für die Durchführung von Patrouillen, die Bearbeitung von Notrufen, die Ermittlung von Straftaten, der Betrieb und die Sicherheit des Bezirksgefängnisses sowie die Zustellung gerichtlicher Dokumente verantwortlich. Darüber hinaus gewährleistet das Sheriffbüro die Sicherheit an Gerichten, koordiniert Such- und Rettungseinsätze und ist für die Vollstreckung von Gerichtsbeschlüssen sowie Haftbefehlen verantwortlich. 



Nummer 23: Van Buren County 823 - Arkansas - Straßenschild - Diese Bezirk-Schilder in den USA kennzeichnen County Roads, also Landstraßen, die vom jeweiligen Bezirk verwaltet werden. Die Nummer auf dem Schild gibt an, welche Straße innerhalb des Countys gemeint ist und dient der eindeutigen Identifikation. Im Gegensatz zu U.S. Highways oder State Routes gilt diese Nummer nur innerhalb des Bezirks. Sie erleichtert die Orientierung, Navigation und das Auffinden von Straßen, zum Beispiel für Notfalldienste.



Nummer 24: Schaukasten Pat Garrett und Billy the Kid 


Billy the Kid, mit bürgerlichem Namen Henry McCarty, wurde vermutlich am 23. November 1859 in New York City geboren und starb am 14. Juli 1881 in Fort Sumner, New Mexico. Er war ein berüchtigter Revolverheld und Gesetzloser im amerikanischen Westen, der durch seine Beteiligung am Lincoln-County-Krieg im Jahr 1878 bekannt wurde. Obwohl ihm nachgesagt wird, er habe 21 Menschen getötet – einen für jedes Lebensjahr – sind historisch nur etwa vier Morde belegt. Billy war charismatisch, sprach fließend Spanisch und konnte mehrfach spektakulär aus dem Gefängnis fliehen. Trotz seiner kriminellen Vergangenheit wurde er von vielen als eine Art Robin Hood-Figur betrachtet und ist bis heute eine Legende des Wilden Westens.

Pat Garrett, geboren am 5. Juni 1850 in Alabama, war Sheriff von Lincoln County, Farmer und später auch Buchautor. Er wurde vor allem durch die Erschießung von Billy the Kid berühmt, die am 14. Juli 1881 in einem dunklen Raum in Fort Sumner, New Mexico, stattfand. Ob es sich dabei um ein faires Duell oder einen Hinterhalt handelte, ist bis heute umstritten. Im Jahr 1882 veröffentlichte Garrett das Buch "The Authentic Life of Billy the Kid", um seinen Ruf zu verteidigen und die Ereignisse aus seiner Sicht darzustellen. Ironischerweise trug dieses Buch stark zur Legendenbildung um Billy the Kid bei.

 

Die Beziehung zwischen Pat Garrett und Billy the Kid war komplex. Manche glauben, dass die beiden sich bereits vor dem Konflikt kannten und vielleicht sogar befreundet waren. Ihre Geschichte steht symbolisch für den Kampf zwischen Gesetz und Gesetzlosigkeit im amerikanischen Westen. In späteren Jahren geriet Garrett selbst in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1908 unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen.


Die Geschichte von Pat Garrett und Billy the Kid wurde vielfach verfilmt und romantisiert.



Nummer 24: Schaukasten - Schießerei am O.K. Corral


Die Schießerei am O.K. Corral fand am 26. Oktober 1881 in Tombstone, Arizona statt und zählt zu den berühmtesten Ereignissen des Wilden Westens. An dem Vorfall waren auf der einen Seite die Earp-Brüder – Virgil, Wyatt und Morgan – sowie ihr Freund Doc Holliday beteiligt. Auf der anderen Seite standen die sogenannten Cowboys, darunter Billy und Ike Clanton sowie Tom und Frank McLaury

Die Spannung zwischen beiden Gruppen hatte sich über Monate hinweg aufgebaut, vor allem wegen Streitigkeiten über Viehdiebstahl, politische Macht in Tombstone und persönlichen Feindschaften. Am Tag der Schießerei kam es zu mehreren Drohungen, und am Nachmittag gegen 15 Uhr trafen die Earp-Brüder und Doc Holliday in einer Gasse neben dem O.K. Corral auf die Cowboys.


Das anschließende Feuergefecht dauerte nur etwa 30 Sekunden, aber es wurden rund 30 Schüsse abgegeben. Am Ende waren Billy Clanton sowie Tom und Frank McLaury tot. Virgil, Morgan und Doc Holliday wurden verletzt, während Wyatt Earp unverletzt blieb. Ike Clanton war unbewaffnet und überlebte die Schießerei.


Die Reaktionen auf das Ereignis waren gespalten. Einige sahen die Earps als mutige Gesetzeshüter, andere warfen ihnen Mord vor. Später kam es zu weiteren Gewalttaten: Morgan Earp wurde ermordet, und Virgil schwer verwundet. Wyatt Earp begann daraufhin seine berüchtigte "Vendetta-Ride", bei der er mehrere mutmaßliche Mörder seines Bruders eigenhändig zur Strecke brachte – eine Form der Selbstjustiz, die ihn endgültig zur Legende machte.


Die Schießerei am O.K. Corral wurde vielfach verfilmt, unter anderem in „Tombstone“ (1993) und „Wyatt Earp“ (1994). Bis heute gilt sie als Symbol für den Konflikt zwischen Gesetz und Gesetzlosigkeit im amerikanischen Westen und ist fest im kulturellen Gedächtnis der USA verankert.



H.L. (TEX) GRAVES - Undersheriff und Sheriff Türschilder - Harry „Tex“ Graves begann seine Laufbahn beim Police Department in Sterling. Im Jahr 1964 wechselte er zum Sheriff’s Department von Logan County in Colorado, wo er später von 1976 bis 1979 das Amt des Sheriffs innehatte. 


Nummer 25: Bilderrahmen mit Abzeichen in der Form des Bezirks oder Bundesstaates, in dem sie sich befinden. Manche Sheriffabzeichen haben die Form des Bundesstaates oder des Bezirks, um zu zeigen, wo die Behörde zuständig ist. Die Form macht sofort erkennbar, in welchem Gebiet der Sheriff arbeitet, und kann außerdem besondere Merkmale oder die Geschichte der Region darstellen. So unterscheiden sich die Abzeichen von denen anderer Bezirke oder Bundesstaaten. 



Nummer 26: Bilderrahmen mit Abzeichen, auf denen das Porträt eines Indianers abgebildet ist. In manchen Fällen beziehen sich die Abzeichen auf den Namen des Countys oder Bundesstaates – etwa wenn dieser auf einem indigenen Wort basiert – oder auf historische Bezüge zu bestimmten Stämmen oder Ereignissen in der Region, wobei der Indianerkopf symbolisch für die regionale Geschichte steht, jedoch meist aus der Perspektive der damaligen weißen Siedler dargestellt wird. 



Nummber 27: Schaukasten - Colt und Winchester (alles Replika)


Colt und Winchester revolutionierten den Wilden Westen, weil sie Feuerwaffen entwickelten, die einfacher zu bedienen, zuverlässiger und deutlich schneller einsetzbar waren als frühere Modelle. Diese technischen Neuerungen hatten großen Einfluss auf die Besiedlung des Westens, die Auseinandersetzungen zwischen Siedlern, Ureinwohnern, Banditen und Gesetzeshütern sowie auf das alltägliche Leben in der Grenzregion.


Der amerikanische Erfinder Samuel Colt brachte 1836 den ersten serienmäßig hergestellten Revolver auf den Markt. Seine berühmteste Waffe, der Colt Single Action Army, auch bekannt als „Peacemaker“, konnte mehrere Schüsse hintereinander abfeuern, ohne dass man nach jedem Schuss neu laden musste. Das machte ihn besonders nützlich für Duelle, Selbstverteidigung und den schnellen Einsatz im offenen Gelände. Der Colt wurde bald zur bevorzugten Seitenwaffe von Cowboys, Sheriffs und Soldaten. 


Die Firma Winchester entwickelte ab 1866 das Repetiergewehr, das über ein Unterhebel-System mehrere Patronen im Magazin hatte. Dadurch konnten Schützen viel schneller feuern, ohne das Gewehr nach jedem Schuss neu laden zu müssen. Besonders berühmt wurde das Modell Winchester 1873, das oft als „The Gun That Won the West“ bezeichnet wird. Es wurde von Siedlern, Viehzüchtern, Indianern und sogar Gesetzlosen benutzt und spielte eine wichtige Rolle bei der Erschließung und Verteidigung des amerikanischen Westens.


Durch die Verbreitung von Colt-Revolvern und Winchester-Gewehren war es nun auch Zivilisten möglich, sich effektiv zu verteidigen oder durchzusetzen. Waffen wurden zum festen Bestandteil des Alltagslebens - ob im Saloon, auf der Ranch oder unterwegs in der Prärie. Die Möglichkeit, schnell und mehrfach zu schießen, veränderte die Art der Auseinandersetzungen und verschob die Machtverhältnisse: Nicht Herkunft oder Titel entschieden mehr, sondern oft nur, wer schneller zog.


Rechts oben ist eine Replik eines Colt Wells Fargo .36, auch bekannt als Modell 1862. Dieser ist ein historischer Perkussionsrevolver und war eine kompaktere Version des Colt 1862 Police Revolvers. Der Revolver hatte ein Kaliber von .36, was damals auch als „Navy-Kaliber“ bezeichnet wurde, und verfügte über eine fünfschüssige Trommel.

Typisch für die „Wells Fargo“-Variante war der kurze Lauf (oft nur etwa 3,5 Zoll) und das Fehlen eines Ladehebels, wodurch die Waffe besonders leicht und kompakt war. Zum Nachladen musste ein separates Ladewerkzeug verwendet werden. Diese Merkmale machten den Revolver ideal für Personen, die eine handliche und zuverlässige Waffe benötigten – zum Beispiel Postboten, Kuriere, Bankmitarbeiter oder Sicherheitsleute.


Seinen Namen verdankt dieses Modell der bekannten amerikanischen Transport- und Finanzgesellschaft Wells, Fargo & Co., die ihre bewaffneten Kuriere und Kassenboten häufig mit dieser Art Revolver ausstattete. Der Colt Wells Fargo war daher eng mit dem Goldtransport und der Geldsicherung im Wilden Westen verbunden. Obwohl er kleiner als andere Colt-Modelle war, war er dank seines Kalibers durchaus durchschlagskräftig und wurde häufig zur Selbstverteidigung eingesetzt.


Heute ist der Colt Wells Fargo ein wertvolles Sammlerstück und ein Symbol für die Sicherheits- und Kommunikationsstrukturen des Wilden Westens. Seine kompakte Bauweise, einfache Handhabung und historische Bedeutung machen ihn zu einem besonderen Stück amerikanischer Waffengeschichte.



Nummer 28: Bilderrahmen mit Abzeichen, die unterschiedliche Formen haben. Da es keine einheitlichen Vorschriften gibt, entstanden viele verschiedene Formen wie Sterne, Schilde, Kreise oder Rechtecke.



Nummer 29: Bilderrahmen mit Abzeichen die die U.S. Flagge zeigen. Auf manchen Sheriffabzeichen ist die U.S. Flagge abgebildet, um die Zugehörigkeit zu den Vereinigten Staaten, Patriotismus und staatliche Autorität zu zeigen. Sie verbindet lokale Symbole mit nationaler Identität und macht die Behörde als amerikanische Institution erkennbar.



Nummer 30: Ausweisdokumente und badge von Special Deputy Sheriff Norman W. Elwell, Sussex Co. in New Jersey aus dem Jahre 1969.



Nummer 31: If you choose to do drugs.... - "Wenn du dich entscheidest, Drogen zu nehmen, machen wir Hausbesuche". Poster vom Custer Co. Sheriff Deptartment, Colorado, Sheriff Fred Jobe, aus den 1990er Jahren. 

Das Custer County Sheriff’s Office arbeitet aktiv gegen Drogenmissbrauch in der Region. Zusammen mit Bundes-, Landes- und lokalen Behörden decken sie beispielsweise illegale Marihuana-Plantagen auf und beschlagnahmen große Mengen der Pflanzen. Die Behörde bietet zudem Programme zur sicheren Entsorgung von Medikamenten an, um den Missbrauch verschreibungspflichtiger Substanzen zu reduzieren. Außerdem gehen viele Strafverfahren im Bezirk auf den Missbrauch von Methamphetamin zurück, was zeigt, dass die Strafverfolgungsbehörden Drogenkriminalität als wichtiges Problem anerkennen und aktiv dagegen vorgehen. 


Nummer 32: Elect Max Young - Faulkner Co. Sheriff - Wahlwerbung - In den USA werden Wahlplakate oft in Gärten gesteckt, weil sie eine direkte und persönliche Art der Wahlwerbung darstellen. Sie machen sichtbar, welche Kandidaten oder Parteien unterstützt werden, und erreichen so Nachbarn und vorbeifahrende Personen. Wer ein Plakat aufstellt, zeigt öffentlich seine politische Meinung und kann andere zur Wahl motivieren. Für Kandidaten sind Gartenplakate zudem eine kostengünstige Möglichkeit, im Wahlkampf präsent zu sein. Wenn viele Nachbarn Plakate aufstellen, entsteht ein Eindruck von breiter Unterstützung, was die Wahlkampfdynamik verstärken kann. 



Nummer 33: Pettis Co. Sheriff's Office - Motorrad Uniform - Puppe


Der Bezirk Pettis im Bundestaat Missouri wurde im Jahr 1833 gegründet ist ist nach dem U.S. Abgeordneten Spencer Darwin Pettis benannt, der 1831 in einem Duell ums Leben kam.


Die Motorrad-Einheides Sheriff's Office ist mit Harley-Davidson-Motorrädern ausgestattet ist. Diese Einheit wird für Verkehrskontrollen, die Begleitung von Würdenträgern, besondere öffentliche Veranstaltungen und andere gezielte Patrouillenaufgaben eingesetzt. 



Nummer 34: Schauksten - Allfälliges


Links sind einige Schecks, zahlbar an das jeweilige Sheriff's Office, ausgestellt.


Dass manche Sheriffs in den USA Steuern eintreiben, liegt vor allem an den unterschiedlichen lokalen Gesetzen und Verwaltungsstrukturen, die von Bundesstaat zu Bundesstaat und sogar von Bezirk zu Bezirk stark variieren können. In vielen ländlichen Gegenden war der Sheriff lange Zeit die wichtigste staatliche Vollzugsbehörde vor Ort. Deshalb wurden ihnen auch Aufgaben übertragen, die andernorts von spezialisierten Behörden erledigt werden - darunter auch die Eintreibung von Steuern oder Gebühren.

In kleineren oder weniger dicht besiedelten Bezirken gibt es oft keine eigenen Steuerämter oder Tax Collector. In solchen Fällen übernimmt der Sheriff die Vollstreckung von Steuerforderungen als Teil seiner allgemeinen Vollzugsaufgaben. Zudem ist der Sheriff manchmal dafür zuständig, Gerichtsbeschlüsse umzusetzen, zum Beispiel wenn Steuerforderungen gerichtlich bestätigt wurden und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wie Pfändungen notwendig sind. 


Rechts neben den Schecks sind zwei Ausweise ausgestellt: 


ID-Card: Cook Co. Sheriff's Office, Illinois, aus dem Jahre 1925 - 1926, für Harry O. Marietta

ID Card: Orange Co. Sheriff's Office New York, aus dem Jahr 1933 für den Gefängnisarzt Dr. Charles S. McWilliams



Wanted for Forgery - gesucht wegen Fälschung / $ 75.00 REWARD - Mit Postkarten wie dieser, die an die Einwohner des Bezirkes verschickt wurden, suchten die Behörden nach flüchtigen Straftätern. 


JUSTICE WRIT - ist ein amtliches Schriftstück oder Anordnung eines Gerichts, das im Rahmen eines Gerichtsverfahrens oder zur Durchsetzung von Recht und Ordnung erlassen wurde. 



CONSENT SEARCH WARNING - bezeichnet eine rechtliche Belehrung, die einer Person vor einer Durchsuchung ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl (search warrant) gegeben wird - wenn diese Durchsuchung auf freiwilliger Zustimmung (consent) beruht. 



Bild - SKYLINE BILL - Deputy Sheriff, Austin, Montana - George F. „Skyline Bill“ Willman war Telegrafist bei der Northern Pacific Railway, Rancher, mutmaßlicher Postkutschenfahrer, angeblicher Deputy Sheriff, Tiertrainer, selbsternannter Westerndarsteller und Selbstdarsteller im Stil von William F. Cody, besser bekannt als Buffalo Bill. Gürtelschnalle - Los Angeles Co. Sheriff Department, California


Gürtelschnalle - Butler Co. Mounted Sheriff's Posse - Kansas - Diese Gürtelschnalle wurde im Jahr 1985 als Sammler- bzw. Erinnerungsstück für Mitglieder und Unterstützer des Mounted Posse herausgegeben. Die Shriff's Posse ist eine ehrenamtliche Reitereinheit, die das Sheriffbüro bei verschiedenen Anlässen unterstützt. Die Mitglieder dieser Einheit stammen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen und bringen eine gemeinsame Leidenschaft für Pferde, Gemeinschaftsdienst und den Bereich der Strafverfolgung mit. 


Zu den Aufgaben der Mounted Posse zählen unter anderem die Teilnahme an Paraden, Schulveranstaltungen, Kirchenfesten, County Fairs sowie gelegentliche Patrouillen in Parks oder auf anderen öffentlichen Flächen. Auch wenn sie keine klassischen Polizeiaufgaben übernehmen, sorgen sie mit ihrer Präsenz für Sichtbarkeit, Vertrauen und Prävention. 



First Day of Issue 13 c Patrol Wagon - Briefumschlag - Oct. 29, 1988


Faulkner Co. Sheriff's Department - Sheriff Marty Montgomery (1997 bis 2006) - Informationskarte über Opferbetreuung



Nummer 35: Bilderrahmen mit Sheriff Abzeichen aus den Jahren 1947 bis 1980. 


Ormsby County (1. Reihe, links) war ein Bezirk im Bundesstaat Nevada mit dem Hauptort Carson City. Ormsby County wurde im Jahr 1861 gegründet und ist nach Major William Ormsby benannt. Er war ein Pionier, Unternehmer und Militärführer in der frühen Geschichte Nevadas und spielte eine wichtige Rolle während der sogenannten „Paiute-Kriege“ in den 1860er Jahren. 


Am 1. Juli 1969 wurden Carson City und Ormsby County zu einem vereinten Gemeindegebiet zusammengeführt, wodurch Ormsby County als eigenständige Verwaltungseinheit aufhörte zu existieren. Das Amt des Sheriffs von Ormsby County bestand seit 1861. Der letzte Sheriff war Robert R. Humphrey, der von 1967 bis zur Konsolidierung 1975 im Amt war. Nach der Zusammenlegung übernahm das vereinte Gemeindegebiet die Aufgaben des Sheriffs für beide Gebiete.


Dupage County im Bundesstaat Illinois (2. Reihe, links) ist eines der ältesten Abzeichen die sich in unserer Sammlung befinden und stammt aus dem Jahr 1947. DuPage County in Illinois wurde 1839 gegründet. Der Name „DuPage“ stammt vom DuPage River, der durch das County fließt. Der Fluss wurde vermutlich nach François DuPage, einem französisch-kanadischen Händler und frühen Siedler in der Region, benannt. 


Das DuPage Co. Sheriffbüro ist die oberste Strafverfolgungsbehörde des Bezirks und führt Spezialabteilungen für Auto-Diebstahl, Cybercrime, Drogenbekämpfung, SWAT-Einsätze und Schul­sicherheit. 



Nummer 36: Bilderrahmen mit Sheriff Abzeichen, auf denen Tiere abgebildet sind. 


Tiere sollen Eigenschaften wie Stärke, Mut, Wachsamkeit oder Schutz verkörpern. Häufig werden Tiere gewählt, die mit Recht und Ordnung assoziiert werden, wie Adler, Löwen oder Bären. In manchen Fällen spiegeln die Tiere auch regionale Besonderheiten wider und repräsentieren die lokale Natur oder Tierwelt. 



Nummer 37: Bilderrahmen mit Polizei Abzeichen von unterschiedlichen Polizeibehörden in den USA. 


In den USA gibt es eine sehr große Anzahl unterschiedlicher Polizeibehörden. Auf Bundesebene existieren über 70 große Behörden wie das FBI, die DEA oder die U.S. Marshals, die landesweit Polizeibefugnisse haben. Jede der 50 Bundesstaaten verfügt zudem über eigene State Police- oder Highway-Patrol-Einheiten. In den rund 3.060 Bezirken der USA gibt es eigene Sheriff-Büros. Über 12.000 Städte und Gemeinden unterhalten eigene städtische Polizeibehörden. Zusätzlich existieren Spezial Polizeien, etwa an Universitäten, Flughäfen, Parks oder auf Indianerreservaten. Insgesamt gibt es in den USA mehr als 18.000 separate Polizeibehörden, die jeweils eigene Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche haben. 



Nummer 38: Bilderrahmen mit Sheriff Abzeichen die alle eine runde Form haben. 


Runde Sheriff-Abzeichen werden aus mehreren Gründen verwendet. Sie erinnern an Medaillen oder Orden und wirken dadurch offiziell und ernst. Außerdem lassen sie sich leicht an der Uniform befestigen und hängen nicht so leicht an Kleidung oder Ausrüstung fest. Der Kreis symbolisiert auch Schutz, Einheit und Vollständigkeit, was gut zu den Aufgaben der Polizei passt. In runden Abzeichen lassen sich Texte, Symbole oder Wappen übersichtlich darstellen. So verbinden runde Abzeichen praktische Funktion, klare Gestaltung und symbolische Bedeutung.  



Nummer 39: Schaukasten - badges 


Die berühmte Zeile „Badges? We don’t need no stinkin’ badges!“ („Abzeichen? Auf so ’nen Mist pfeifen wir!") stammt ursprünglich aus dem Film "The Treasure of the Sierra Madre" (1948) und wurde später vielfach zitiert, parodiert und abgewandelt - besonders in Western, Komödien und Popkultur. 

Abzeichen waren schon immer ein Symbol für Autorität und Ordnung. Wenn sich Gruppen von Gesetzeshütern, wie zum Beispiel eine Posse, versammelten, befestigten sie Abzeichen, um sich gegenseitig zu erkennen und im Schusswechsel nicht aus Versehen aufeinander zu schießen. Es war üblich, dass der Sheriff die Abzeichen an Posse-Mitglieder nach eigenem Ermessen verteilte. Wenn ein Mann bereit war zu helfen und vertrauenswürdig wirkte, gab ihm der Sheriff ein Abzeichen und ernannte ihn sofort zum Hilfssheriff.


Badges sind meist mit Identifikationsnummern graviert, die eindeutig den jeweiligen Beamten zugeordnet sind. Sie bestehen überwiegend aus Metall und sind oft mit einem Emaille-Finish in Gold und/oder Silber veredelt. Sheriffbüros verwenden typischerweise die Form eines fünf-, sechs- oder siebenzackigen Sterns, während kommunale Polizeibehörden meist ein schildförmiges Design nutzen. In der Regel befindet sich in der Mitte des jeweiligen Abzeichens ein emailliertes Siegel des U.S.-Bundesstaates, in dem der betreffende Bezirk liegt. 



Nummer 40: Bilderrahmen mit Abzeichen die eine überdachte Brücke (covered bridges) zeigen. 


Covered Bridges sind oft historische Wahrzeichen bestimmter Regionen, besonders im Nordosten und Mittleren Westen der USA. Viele Abzeichen sollen zudem die lokale Geschichte und Kultur widerspiegeln. Die Darstellung einer bekannten Brücke macht das Abzeichen einzigartig und leicht erkennbar. Insgesamt vermitteln solche Abzeichen lokale Besonderheiten sowie Vertrauen und Stabilität. 

Überdachte Brücken wurden ursprünglich aus praktischen und schützenden Gründen gebaut. Die Überdachung schützt die Holzkonstruktion vor Regen, Schnee und Sonne, sodass die Brücke deutlich länger hält. Außerdem verstärken das Dach und die Seitenwände die Struktur und machen sie stabiler gegenüber Wind und Gewichtslasten. 


Überdachte Brücken werden manchmal „kissing bridges“ genannt, weil sie eine romantische Tradition hatten. Früher hielten Fuhrwerke oder Pferdekutschen an solchen Brücken oft kurz an, um unter dem Dach Schutz vor Regen oder Schnee zu suchen. In dieser privaten, geschützten Umgebung gaben sich Paare einen Kuss – daher der Name „kissing bridge“. 



Nummer 41: Bilderrahmen mit Abzeichen des Anderson County Sheriff’s Department in Kansas, einschließlich eines Briefes von Sheriff Vernon Valentine vom 20. November 2017


Der Bezirk Anderson im Bundesstaat Kansas wurde im Jahr 1855 gegründet. Der Bezirk ist nach Joseph C. Anderson benannt, einem Politiker und Juristen, der in der frühen Geschichte von Kansas eine wichtige Rolle spielte.


Das Sheriff’s Office von Anderson County ist die oberste Strafverfolgungsbehörde des Bezirks. Zu seinen Aufgaben gehören die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die Durchsetzung von Gesetzen, die Überwachung von Gefängnissen, die Bereitstellung von Gerichtsdiensten und der Schutz von Bürgern und deren Eigentum. Außerdem arbeitet das Büro eng mit Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden zusammen, um Kriminalität zu verhindern und Ermittlungen durchzuführen.


Übersetzung des Briefes: "Ich habe eine Kopie unseres Fahrzeugabzeichens beigefügt, ein Bild unseres Gerichtsgebäudes mit unserem Bezirksgefängnis rechts davon, so wie es war, bevor wir ein neues gebaut haben, ein Abzeichen und ein Foto von mir. Verwenden Sie, was Sie für Ihr Museum möchten. Wir sind ein kleiner Bezirk mit 7.800 Einwohnern, daher haben wir nicht viel Geld für Unterstützung." 



Nummer 42: Bilderrahmen mit County Jail Sheriff Abzeichen (Bezirksgefängnis)

 

Detention Deputies sind für die Sicherheit und Ordnung innerhalb der Bezirksgefängnisse zuständig. Sie überwachen die Insassen, kontrollieren deren Bewegungen und verhindern Fluchtversuche. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Regeln und Vorschriften der Einrichtung eingehalten werden. Sie führen Sicherheitskontrollen durch, begleiten Insassen zu Gerichtsverfahren oder medizinischen Terminen und reagieren auf Zwischenfälle oder Notfälle. Darüber hinaus dokumentieren sie Vorkommnisse und erstellen Berichte für die Verwaltung und andere Strafverfolgungsbehörden. 



Nummer 43: Arkansas R. SKINNER - Chief Deputy J. CARTER - Honor Guard Uniformhemd


Im Bundesstaat Arkansas gibt es mehrere Sheriff’s Offices, die über Honor Guard-Einheiten verfügen, die bei Zeremonien, Gedenkveranstaltungen und offiziellen Anlässen repräsentativ auftreten.


Pin - Arkansas Fahne


Pin - V - Der Valor Award (auch als Tapferkeitsauszeichnung bezeichnet) ist eine Ehrung, die von Sheriff’s Offices oder anderen Strafverfolgungsbehörden verliehen wird, um außergewöhnlichen Mut und Heldentum im Dienst zu würdigen. 



Nummer 44: Schaukasten - challenge coins und pins


Sheriff Challenge Coins sind kleine, meist runde Medaillen oder Münzen, die von Sheriff-Behörden als Zeichen der Zugehörigkeit, Anerkennung oder Kameradschaft ausgegeben werden. Ursprünglich stammen Challenge Coins aus dem Militär, wo sie dazu dienten, den Teamgeist zu stärken und besondere Leistungen auszuzeichnen. Heute sind sie auch im Bereich der Strafverfolgung weit verbreitet und werden häufig von Sheriffs und ihren Teams verwendet.Die Challenge Coins zeigen oft das Wappen oder Logo der jeweiligen Sheriff-Behörde, den Namen der Organisation oder das Dienstabzeichen. Sie werden aus Metall hergestellt und sind meistens mit farbiger Emaille verziert. Diese Münzen werden bei verschiedenen Anlässen überreicht, zum Beispiel als Dank für herausragende Arbeit, bei Beförderungen oder als Symbol für die Mitgliedschaft im Team.


Sheriff Pins sind kleine Anstecker, die von Sheriffs und ihren Mitarbeitern getragen werden. Sie dienen dazu, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Dienststelle oder einem bestimmten Einsatzteam zu zeigen. Oft sind sie mit Symbolen wie Sternen, Wappen oder dem Namen der Behörde gestaltet.


Diese Pins werden häufig bei offiziellen Anlässen getragen oder an Beamte ausgegeben, um ihre Position, ihren Dienstgrad oder besondere Leistungen zu kennzeichnen. Sie sind meist aus Metall gefertigt und können teilweise mit farbigen Details versehen sein. Sheriff Pins sind ein sichtbares Zeichen von Autorität und Zugehörigkeit und helfen dabei, die Identifikation innerhalb der Behörde zu erleichtern. Sie sind auch bei der Öffentlichkeit ein Erkennungsmerkmal für Gesetzeshüter.



Nummer 45: Shelby Co. Sheriff's Department - J. DANIELSON - Ike Jacket


Der Bezirk Shelby im Bundesstaat Tennessse wurde im Jahr 1819 gegründet und ist nach Isaac Shelby benannt, einem bedeutenden amerikanischen Revolutionär und Politiker. 


Das Shelby Co. Sheriff's Office ist für die Durchsetzung der Gesetze auf Bezirk-Ebene zuständig. Es patrouilliert in Gebieten, die nicht von städtischen Polizeibehörden abgedeckt werden, und reagiert auf Notrufe. Die Deputies führen Ermittlungen bei Straftaten durch und arbeiten eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Das Sheriffbüro betreibt das Bezirksgefängnis und überwacht die dort untergebrachten Insassen. Außerdem ist es verantwortlich für den Transport von Gefangenen zwischen verschiedenen Einrichtungen und Gerichten. Die Sicherheit in den Bezirksgerichten gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben. Zusätzlich stellt das Sheriff's Office gerichtliche Dokumente wie Vorladungen und Räumungsbescheide zu. Schließlich arbeitet das Büro eng mit anderen Behörden auf lokaler, staatlicher und föderaler Ebene zusammen. 


Dieses Ike-Jacket stammt aus den 1960er Jahren. Das „Ike Jacket“ ist nach Dwight D. „Ike“ Eisenhower benannt, dem 34. Präsidenten der USA und General im Zweiten Weltkrieg. Eisenhower trug diese spezielle kurze, taillierte Uniformjacke während des Krieges, besonders als er Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa war. Die Jacke wurde populär, weil sie funktional, bequem und zugleich elegant war und fand so ihren Weg zu den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden.



Nummer 46: Williamson Co. Sheriff's Office - M. MICKELS - Uniformhemd


Williamson County im Bundesstaat Tennessee wurde 1799 gegründet und ist nach Dr. Hugh Williamson benannt, einem Arzt, Wissenschaftler und Delegierten der Verfassunggebenden Versammlung aus North Carolina. 


Das Williamson Co. Sheriff's Office ist für die Durchsetzung der Gesetze im Bezirk zuständig. Es betreibt das Bezirksgefängnis, sorgt für Sicherheit an den Gerichten, patrouilliert in nicht von Stadtpolizeien abgedeckten Gebieten, reagiert auf Notrufe und führt strafrechtliche Ermittlungen durch. Zudem ist es verantwortlich für den Transport von Gefangenen, die Zustellung gerichtlicher Dokumente wie Vorladungen und haftbezogenen Mitteilungen sowie für Präventionsprogramme und die Zusammenarbeit mit anderen Strafverfolgungsbehörden.



Nummer 47: Schaukasten - zusammen gehörende Brustabzeichen/Stoffabzeichen - (matching badges/patches):


Cowlitz Co. Sheriff - Washington badges and patch 


Sowohl der Bezirk Cowlitz als auch das Sheriff’s Office wurden im Jahr 1854 gegründet, Der Bezirk ist nach dem indigenen Volk der Cowlitz benannt, das in dieser Region ansässig war. Der Name "Cowlitzstammt aus der Sprache der Salish-Völker und wurde von frühen Entdeckern übernommen. Die Cowlitz-Indianer sind heute eine anerkannte Stammesnation mit eigener Verwaltung, und das County trägt ihren Namen zur Erinnerung an ihre historische und kulturelle Bedeutung für die Region.


Das Cowlitz Co. Sheriff Abzeichen zeigt Mount St. Helens, einen bekannten und geschichtsträchtigen Vulkan in der Region. Der Mount St. Helens liegt in unmittelbarer Nähe oder teilweise innerhalb der Grenzen von Cowlitz County. Besonders berühmt wurde der Vulkan durch seinen verheerenden Ausbruch im Mai 1980, bei dem große Teile des Gipfels weggesprengt wurden und eine weitreichende Naturkatastrophe ausgelöst wurde. 57 Menschen verloren dabei ihr Leben. Dieses Abzeichen war von 1981 bis 2007 in Verwendung. 


Da Deputy Brad Bright keine Nachkommen hat, hat er sich entschieden, seinen Ausweis, Brustabzeichen und Stoffabzeichen unserem Museum zu überlassen. 



Arizona Rangers:


Die Arizona Rangers wurden ursprünglich im Jahr 1901 gegründet, als Arizona noch ein U.S. Territorium war. Ihr Ziel war es, Recht und Ordnung in der damals gesetzlosen Region herzustellen, um die Voraussetzungen für die spätere Anerkennung Arizonas als Bundesstaat zu schaffen. Sie kämpften gegen Banditen, organisierte Kriminalität und sorgten für Sicherheit in abgelegenen Gebieten.

Im Jahr 1909 wurde die ursprüngliche Organisation aufgelöst, da die Region stabiler geworden war und andere Behörden die Aufgaben übernehmen konnten.


1957 wurde die Organisation wiederbelebt – diesmal als freiwillige, zivile Hilfstruppe, die die Polizei in Arizona unterstützt. Seit 2002 sind die Arizona Rangers durch ein Gesetz des Bundesstaates Arizona offiziell anerkannt (§ 41‑4201 A.R.S.).



Essex Co. Sheriff's Department - SDS - New Jersey


In den 1920er- und 1930er-Jahren wurden Essex Co. Sheriff Abzeichen von Special Deputy Sheriffs (SDS) zu Hunderten als politische Gefälligkeiten vergeben. In dieser Zeit gab es neben den regulären „Sheriff’s Deputies“ auch „Gerichtsdiener“ (Court Attendants) und „Gerichtsbeamte“ (Court Officers). Die offizielle Amtsbezeichnung „Sheriff’s Officer“ im Rahmen des öffentlichen Dienstes entstand erst später.


Die Praxis, SDS-Abzeichen zu vergeben, geriet 1935 unter starke Kritik, nachdem in Newark ein Mordanschlag auf den bekannten Gangster Dutch Schultz und seine Gefolgsleute verübt wurde. Einer seiner Handlanger trug ein SDS-Abzeichen samt Ausweis bei sich. Der Sheriff bestritt, das Abzeichen ausgestellt zu haben, und behauptete, seine Unterschrift sei gefälscht worden. Eine Untersuchung durch eine Grand Jury ergab jedoch, dass er über 1200 Abzeichen ausgegeben hatte.


Manchmal setzten Sheriffs ihre Spezialbeamten ein, um streikende Arbeiter, Demonstranten oder Paraden zu überwachen. Jeder Sheriff konnte das Design des Abzeichens selbst bestimmen, weshalb es heute zahlreiche verschiedene Varianten gibt. Manche dieser Abzeichen enthielten auch einen Rangvermerk. 


In den 1950er-Jahren verfügte der Bezirk Essex bereits über eine eigene SDS-Einheit. Im Jahr 1975 wurde schließlich ein Gesetz verabschiedet, das es Sheriffs erlaubte, offiziell „Sheriff’s Deputies“ zu ernennen – also die unbezahlten, uniformierten Freiwilligen, wie wir sie heute kennen.



Wahlkampf-Pin aus dem Jahr 1896 Sheriff WM. A. Gardner, hergestellt von W & H Pinback.

In den Vereinigten Staaten wird der Sheriff in den meisten Bezirken direkt von den Bürgern gewählt. Der Sheriff-Wahlkampf ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Demokratie, da der Sheriff eine zentrale Rolle in der Strafverfolgung und Gefängnisverwaltung spielt. Während des Wahlkampfs stellen die Kandidaten ihre Visionen und Pläne für die Sicherheit im Bezirk vor. Themen wie Kriminalitätsbekämpfung, Community-Policing, Umgang mit Drogenkriminalität und Gefängnisreformen stehen häufig im Fokus. Die Kandidaten werben durch öffentliche Auftritte, Debatten, Flyer und soziale Medien um die Stimmen der Wähler. Ein erfolgreicher Sheriff-Wahlkampf erfordert nicht nur eine überzeugende politische Botschaft, sondern auch den Aufbau von Vertrauen und Beziehungen innerhalb der Gemeinde.


Da der Sheriff oft auch für den Betrieb des Bezirkgefängnisses verantwortlich ist, werden im Wahlkampf auch Themen wie Haftbedingungen und Rehabilitation diskutiert. Insgesamt spiegelt der Sheriff-Wahlkampf das Engagement der Gemeinschaft wider, eine effektive und faire Strafverfolgung sicherzustellen.


Nummer 48: Broward Co. Sheriff's Department - Ike Jacket - Motorradstreife

Der Bezirk Broward im Bundesstaat Florida wurde im Jahr 1915 gegründet und ist nach Napoleon Bonaparte Broward, dem 19. Gouverneur von Florida (1905–1909) benannt.

Die „Motor Unit“ des Broward Co. Sheriff's Department wurde im Jahr 1952 eingeführt. Die Motorradstreife des Broward County Sheriff’s Office ist für Verkehrsüberwachung, Unfalluntersuchungen, die Reduzierung von Verkehrsverstößen sowie die Begleitung von VIPs, Paraden und Sonderveranstaltungen zuständig. 


Dieses Ike-Jacket stammt aus dem Jahr 1958.



Nummer 49: Bilderrahmen mit pinken Sheriff Abzeichen.

Pinke Sheriff Abzeichen werden in den USA häufig im Oktober getragen, um auf Brustkrebsbewusstsein aufmerksam zu machen, da Pink die Farbe der Brustkrebsaufklärung ist. Viele Sheriff Departments verkaufen diese Patches oder setzen sie als Sonderausgabe ein, um Spenden für Brustkrebsorganisationen zu sammeln. Die Abzeichen zeigen Solidarität mit Betroffenen, erhöhen das öffentliche Bewusstsein und verbinden die Polizeibehörden mit sozialen Gesundheitskampagnen.

 


Nummer 50: Natrona County Sheriff's Department - M. MICKELS - Uniformhemd


Der Bezirk Natrona im Bundestaat Wyoming wurde 1888 gegründet und ist nach der Natriumverbindung "Natron" benannt, die in der Region bei der Herstellung von Seife und Glas verwendet wurde. 


Das Natrona Co. Sheriff's Office in Wyoming ist zuständig für die Durchsetzung der Gesetze im Bezirk, die Sicherheit in ländlichen Gebieten und nicht eingemeindete Regionen, den Betrieb des Bezirksgefängnisses, die Sicherung der Gerichte sowie den Transport von Häftlingen. Zusätzlich führt das Amt strafrechtliche Ermittlungen durch, stellt gerichtliche Dokumente wie Vorladungen und Haftbefehle zu und arbeitet mit anderen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Spezialeinheiten können auch auf Such- und Rettungseinsätze, Drogenbekämpfung und taktische Einsätze spezialisiert sein.


Pin - U.S. Flag bar - die Farben der U.S. Flagge symbolisieren: Rot für Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit, weiß für Reinheit und unschuld sowie Blau für Wachsamkeit, Beharrlichkeit und Gerechtigkeit. 


PIN - PARAMEDIC - Notfallsanitäter - Ein Notfallsanitäter des Sheriffbüros leistet Notfallmedizinische Versorgung während polizeilicher Einsätze. Er reagiert auf medizinische Notfälle, führt erweiterte lebenserhaltende Maßnahmen durch und unterstützt verletzte Deputys oder Zivilisten. Außerdem hilft er beim Transport von Patienten und kann bei der Sicherung von Tatorten für die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten sorgen. 



Nummer 51: Schichttafelsystem mit 600 Sheriff AbzeichenEine etwas andere Art um Abzeichen zu präsentieren. 



Nummer 52: Bilderrahmen zeigt unterschiedliche Wahlwerbekarten von Sheriff-Kandidaten.



Der Rundweg führt nun weiter über die Vitrinen und Tische des Raumteilers:



Nummer 53: Osceola Co. Sheriff's Office - Florida Hut


Der Bezirk Osceola im Bundesstaat Florida wurde am 12. Mai 1887 gegründet und ist nach dem Seminolen-Anführer Osceola benannt, der im Zweiten Seminolenkrieg (1835–1842) eine zentrale Rolle spielte und als Symbol des Widerstands der indigenen Bevölkerung Floridas gegen die Vertreibung durch die U.S. Regierung gilt.


Das Osceola County Sheriff’s Office ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und die Durchsetzung der Gesetze innerhalb des Bezirkes zuständig. Zu den Aufgaben gehören außerdem die Kriminalitätsbekämpfung, die Verkehrsüberwachung, die Verwaltung des Bezirksgefängnisses, die Sicherheitsdienste an Gerichten sowie die Unterstützung bei Katastrophen- und Notfalleinsätzen. 



Nummer 54: Glasvitrine - Ausrüstungsgegenstände


Pfefferspray enthält Oleoresin Capsicum (OC), ein scharfes Extrakt aus Chilis, und wirkt stark reizend auf Augen, Haut und Atemwege. Nach dem Kontakt kommt es zu heftigem Brennen, Tränen, Augen‑ und Atembeschwerden sowie vorübergehender Sehbeeinträchtigung; die Beschwerden klingen meist innerhalb von Minuten bis Stunden ab. 


Modelle wie „MK‑III“ unterscheiden sich in Form (z. B. Strahl, Sprühnebel oder Schaum), Reichweite und Dosierung. Solche Unterschiede beeinflussen, wie gezielt oder großflächig das Spray wirkt, sind aber produktspezifisch. Pfefferspray ist in vielen Ländern als Mittel zur Selbstverteidigung zugelassen, die gesetzlichen Regelungen variieren jedoch stark. 



Ein Elektroschocker ist ein tragbarea Gerät, dass einen hochspannungs‑, niederstromigen Stromstoß abgeben, um eine angreifende Person kurzzeitig zu immobilisieren oder abzuschrecken. Elektroschocker werden in vielen Sheriffbüros als nicht­tödliches Einsatzmittel geführt, um gefährliche Situationen zu kontrollieren und die Nutzung tödlicher Gewalt zu vermeiden. Bevor ein Sheriff’s Office Elektroschocker einführt, legt die Behörde in der Regel eine schriftliche Richtlinie fest, die Einsatzregeln, Zulassungsvoraussetzungen, Schulungsanforderungen und Beschränkungen regelt. 


Sheriffbüros schreiben meist vor, dass der Einsatz gegen besonders gefährdete Personen - wie Schwangere, Kinder, ältere Menschen, offensichtlich psychisch Kranke oder Personen mit bekannten Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen - entweder ausgeschlossen oder nur unter sehr engen Vorgaben gestattet ist. Nach jedem Einsatz muss der Vorfall zeitnah dokumentiert werden; dazu gehören ein Einsatzbericht, Angaben zu Gründen und Alternativen, gegebenenfalls Körperkameramaterial sowie ärztliche Untersuchungen der betroffenen Person. 



Ein Taser ist ein nicht­tödliches Einsatzmittel, das elektrische Impulse abgibt, um bei einer gefährlichen Person vorübergehend Muskelkontrolle und Mobilität zu beeinträchtigen. Das Gerät verschießt meist zwei kleine Elektroden (Probes), die an dünnen Leitdrähten befestigt sind und die Zielperson aus der Distanz treffen. Sobald die Elektroden Kontakt haben, liefert das Gerät kurze, wiederholte Hochspannungs‑Impulssequenzen, die das zentrale Nervensystem und die Skelettmuskulatur beeinflussen. Dadurch kommt es zu schmerzhaften Muskelkontraktionen und zu einer deutlichen Einschränkung der Bewegungsfähigkeit, so dass die Einsatzkräfte die Situation kontrollieren können. 


Technisch arbeiten Tasers mit sehr hoher Spannung, aber relativ niedrigem Strom und kurzen Impulsen; die Kombination sorgt für eine starke, aber in der Regel vorübergehende Wirkung. Die genaue elektrische Spezifikation variiert je nach Modell und Hersteller. 



Eine Blendgranate, auch als Flashbang bezeichnet, ist ein nichttödliches Einsatzmittel, das durch sehr grelles Licht und lauten Knall vorübergehend Seh‑ und Hörvermögen beeinträchtigt und dadurch die Orientierung einer Person stark stört. Der primäre Zweck einer Blendgranate ist es, die Handlungsfähigkeit von Gefährdern in kritischen Einsatzlagen zu verringern und so den Einsatzkräften einen Zeitvorteil für Zugriff, Rettung oder Evakuierung zu verschaffen.




Ein Tourniquet ist ein Druckverband in Form eines eng anliegenden Bandes, dass um eine Extremität gelegt und straffgezogen wird, um lebensbedrohliche Blutungen aus Arterien oder großen Venen zu stoppen. Tourniquets werden vor allem bei schweren Traumata, Amputationsverletzungen oder starken arteriellen Blutungen eingesetzt, wenn direkter Druck nicht ausreicht oder nicht schnell genug wirkt. Ein korrekt sitzendes Tourniquet wird zwischen dem Blutungsherd und dem Herznahen Bereich angelegt und so angezogen, dass die Blutung deutlich vermindert oder vollständig gestoppt wird. Wichtig ist, die Uhrzeit der Anlage zu notieren und die betroffene Person so schnell wie möglich zur weiteren medizinischen Versorgung zu bringen, da ein zu lang angelegtes Tourniquet Gewebeschäden und Ischämie verursachen kann.  


Der Galls Street Thunder ist ein professioneller Sirenenverstärker, der in Einsatzfahrzeugen verbaut wird. Das Gerät dient zur Steuerung verschiedener Sirenentöne wie „Wail“, „Yelp“ oder „Thunder“ , um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen und den Weg bei Einsatzfahrten freizumachen. 


Ein Funkgerät sendet und empfängt über Funkwellen Sprach- oder Datensignale, sodass zwei oder mehr Personen drahtlos miteinander kommunizieren können. 


Die ersten Funkgeräte der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden wurden in den 1920er Jahren erprobt. Damals bestanden sie aus einfachen Funkverbindungen zwischen einer Zentrale und den Streifenwagen. Zu Beginn war nur eine einseitige Kommunikation möglich: Die Leitstelle konnte Nachrichten an die Fahrzeuge senden, doch eine Antwort war nicht vorgesehen. Erst in den 1930er Jahren kamen Zweiweg-Funkgeräte auf, mit denen Polizisten direkt mit der Zentrale und untereinander sprechen konnten.


Die frühen Geräte waren groß, schwer und fest in den Fahrzeugen eingebaut. Tragbare Handfunkgeräte setzten sich erst später durch. Technisch entwickelte sich der Polizeifunk von anfänglichem AM-Funk zu stabilerem FM-Funk und später zu VHF- und UHF-Systemen. In den 1970er und 1980er Jahren wurden moderne Trunking-Systeme eingeführt, die die Nutzung der Funkkanäle effizienter machten.


Mit der Zeit kamen digitale Standards wie Project 25 (P25), Verschlüsselungstechniken, GPS-Ortung und Datendienste hinzu. Hersteller wie Motorola spielten bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Heute nutzen die Strafverfolgungsbehörden oft digitale, verschlüsselte Funknetze und ergänzt diese zunehmend durch LTE-basierte Systeme wie „FirstNet“. So hat sich der Polizeifunk von einfachen Sprachübertragungen zu komplexen, sicheren Kommunikationssystemen entwickelt.


Das hier gezeigte Funkgerät wurde von dem U.S. Unternehmen King Radio Corporation produziert, das ursprünglich Avionik- und Kommunikationsgeräte für die Luftfahrt herstellte. Heute ist King Radio Teil von Honeywell International und produziert keine eigenen Funkgeräte mehr für Polizei oder Sheriffs. Die King Radio Corporation stellte ihre Produktion von Funkgeräten im Jahr 1983 ein.

In den Vereinigten Staaten verwenden Strafverfolgungsbehörden im Funkverkehr sogenannte 10-Codes. Die „10-Codes“ sind Funkkürzel, welche in den 1930er-Jahren von der Association of Public-Safety Communications Officials  (APCO) entwickelt wurden, um kurz und eindeutig zu kommunizieren. Ihre Bedeutung kann je nach Behörde variieren, doch einige Standardcodes sind landesweit weitgehend einheitlich. Heute verwenden nicht mehr alle Behörden die 10-Codes. Viele sind auf normales Englisch („Plain English“) umgestiegen, um Missverständnisse zwischen verschiedenen Einsatzkräften zu vermeiden - besonders nach den Kommunikationsproblemen während der Terroranschläge am 11. September 2001. 



Bodycams (Körperkameras) sind kleine, tragbare Kameras, die Sheriffs und Polizeibeamte direkt an ihrer Uniform tragen. Sie zeichnen Video- und Audioaufnahmen von Einsätzen und Interaktionen mit der Öffentlichkeit auf. Ziel ist es, Transparenz und Rechenschaftspflicht zu erhöhen sowie Beweise für Ermittlungen zu sichern. Die Nutzung von Bodycams kann auch helfen, Konflikte zu deeskalieren und das Verhalten sowohl der Beamten als auch der Bürger zu dokumentieren. Die gespeicherten Aufnahmen werden in der Regel sicher verwahrt und nur bei Bedarf, etwa vor Gericht, verwendet. 



Ein Waffenholster ist eine spezielle Halterung oder Tasche, die dazu dient, eine Schusswaffe sicher und griffbereit zu tragen. Es wird meist am Gürtel, an der Hüfte oder am Körper befestigt und schützt die Waffe vor Verlust oder unbeabsichtigtem Abziehen, während es gleichzeitig einen schnellen Zugriff ermöglicht. Waffenholster gibt es in verschiedenen Formen und Materialien, angepasst an den jeweiligen Waffentyp und den Verwendungszweck. 



Nummer 55: Display - Die Hinrichtung von Ricky Ray Rector: Ethik, Politik und geisige Behinderung:


Der Fall von Ricky Ray Rector ist ein tragisches und zugleich kontroverses Kapitel in der Geschichte von Arkansas. Er zeigt eindrücklich die Probleme auf, die entstehen, wenn es um Gewaltverbrechen, geistige Gesundheit und das Strafrecht geht – insbesondere im Zusammenhang mit der Todesstrafe. 


Am 22. März 1981 geriet Ricky Ray Rector in einem Restaurant in Conway, Arkansas, in einen Streit, bei dem er Arthur D. Criswell erschoss. Am folgenden Tag wurde Rector von Officer Robert W. Martin besucht, einem Polizisten aus Conway, der ihn festnehmen wollte. Während dieser Begegnung schoss Rector auch auf Officer Martin, der dabei tödlich verletzt wurde. Nach dieser Tat versuchte Rector, sich selbst zu erschießen, und erlitt dabei eine schwere Kopfverletzung. Diese Verletzung führte zu erheblichen Hirnschäden, die seine geistigen Fähigkeiten stark beeinträchtigten.

Trotz dieser offensichtlichen geistigen Beeinträchtigung wurde Rector vor Gericht gestellt und für schuldfähig erklärt. Er wurde zum Tode verurteilt. Während der Zeit zwischen Verurteilung und Vollstreckung seiner Strafe entwickelte sich eine intensive Debatte über seine geistige Verfassung und darüber, ob es ethisch vertretbar sei, einen schwer geistig behinderten Menschen hinzurichten.


Ein besonders bekanntes Symbol dieser Debatte ist Rectors letzte Mahlzeit. Er bat um Steak, gebratenes Hühnchen, Kool-Aid und Pecan-Pie. Nach dem Essen ließ er das Stück Kuchen zurück mit den Worten, er wolle es "für später aufheben". Dieses Verhalten wurde als Zeichen seiner kognitiven Beeinträchtigung gesehen.


Am 24. Januar 1992 wurde Ricky Ray Rector trotz aller Einwände hingerichtet. Sein Fall wird oft zitiert, um die Frage zu diskutieren, inwieweit Menschen mit schweren geistigen Behinderungen für ihre Taten verantwortlich gemacht werden können und ob die Todesstrafe in solchen Fällen gerecht ist. Besonders die Tatsache, dass Officer Martin ein Bekannter von Rector war, macht die Geschichte noch tragischer.



NEIGHBORHOOD CRIME WATCH Schild - In den 1960er- und 1970er-Jahren nahm die Kriminalität in vielen amerikanischen Städten stark zu. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein, dass die Polizei allein nicht alle Probleme lösen konnte. Ein Schlüsselereignis war der Mord an Kitty Genovese im Jahr 1964 in New York, bei dem viele Zeugen angeblich untätig blieben. Dieses Ereignis löste eine landesweite Diskussion über Zivilcourage und Nachbarschaftshilfe aus.

Als Reaktion darauf wurde 1972 in den USA das National Neighborhood Watch Program durch die National Sheriffs' Association ins Leben gerufen. Ziel dieses Programms war es, die Bevölkerung aktiv in die Sicherheit ihrer Wohngebiete einzubinden und die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Polizei zu stärken. Bürger sollten lernen, verdächtige Aktivitäten zu erkennen und der Polizei zu melden – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Um diese Initiative sichtbar zu machen, wurden in vielen Wohngebieten Schilder mit der Aufschrift „Neighborhood Crime Watch“ aufgestellt. Sie sollten potenzielle Täter abschrecken und gleichzeitig die Bewohner daran erinnern, wachsam zu sein. Häufig zeigen die Schilder ein stilisiertes Auge oder ein anderes Symbol der Überwachung, begleitet von einem Hinweis wie: „Verdächtige Aktivitäten werden der Polizei gemeldet".



Nummer 56: Tisch - Schuhspuren


Schuhspuren spielen in der Kriminalistik eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Straftaten. Sie gehören zu den formgebundenen Spuren und liefern wertvolle Informationen über den Täter, den Tatort und den Tathergang. Durch den Abgleich von Schuhabdrücken mit Tat- oder Vergleichsschuhen können Täter identifiziert werden. Individualmerkmale wie Abrieb oder Beschädigungen machen einen Abdruck oft einzigartig. Schuhspuren helfen auch bei der Rekonstruktion des Tatverlaufs, indem sie Laufwege, Bewegungsrichtung und Aufenthaltsdauer am Tatort zeigen. Sie können an verschiedenen Oberflächen wie Böden, Schnee oder Staub gefunden und forensisch gesichert werden. Außerdem ermöglichen Herstellerdatenbanken Rückschlüsse auf Schuhmodell, Marke und Größe. Gleichartige Schuhspuren an mehreren Tatorten können auf Serienverbrechen hinweisen. Allerdings können verwischte oder unvollständige Spuren die Auswertung erschweren. Insgesamt sind Schuhspuren wichtige Beweismittel, die sowohl zur Täteridentifikation als auch zur Tatrekonstruktion beitragen können. 


Wer kann die Schuhabdrücke dem richtigen Schuh zuordnen? Es passt nur ein Schuh zu einem Abdruck. Die Lösung verbirgt sich in der Schachtel.



Nummer 57: Sonderausstellung - Die Ermordung von John F. Kennedy


 


John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, wurde am 22. November 1963 in Dallas, Texas, erschossen. Er fuhr in einem offenen Wagen durch die Innenstadt, als die Schüsse fielen. Lee Harvey Oswald wurde als mutmaßlicher Attentäter festgenommen. Oswald war zuvor Marine-Soldat und hatte sich zeitweise in der Sowjetunion aufgehalten. Zwei Tage nach seiner Festnahme wurde Oswald von Jack Ruby, einem Nachtclubbesitzer, erschossen. Die offiziellen Untersuchungen, darunter die Warren-Kommission, kamen zu dem Schluss, dass Oswald allein gehandelt habe. Das Attentat führte zu zahlreichen Verschwörungstheorien, die bis heute diskutiert werden. 


Am Tag der Ermordung von Präsident John F. Kennedy wurde J.D. Tippit, ein Polizist des Dallas Police Department, während einer Patrouille in einem Wohnviertel von Dallas erschossen.  Lee Harvey Oswald, der mutmaßliche Attentäter von JFK, wurde später beschuldigt, Tippit getötet zu haben. Tippits Tod führte dazu, dass Oswald schneller festgenommen werden konnte, da er sich nach dem Mord an Tippit in einem Kino versteckte. Tippit gilt als einer der Beamten, die während der Ereignisse rund um das Kennedy-Attentat ihr Leben verloren. Zum Gedenken an J.D. Tippit wurde ein eigenes Abzeichen geschaffen. 



Nummer 58: Glasvitrine - Bombenentschärfungskommando des Sheriffs


Das Bombenentschärfungskommando (EOD — Explosive Ordnance Disposal) des County Sheriff ist eine hochspezialisierte Einheit, die für die sichere Erkennung, Bewertung und Entschärfung von Sprengstoffen und verdächtigen Gegenständen zuständig ist. Ihr Auftrag reicht von der Untersuchung verdächtiger Pakete über die Entschärfung auffälliger Fundstücke bis zur Unterstützung bei größeren Sicherheitslagen und Ermittlungen.

Mitglieder des Kommandos durchlaufen intensive Ausbildungsgänge in Bereichen wie Sprengstoffkunde, Gefahrenabschätzung, taktischem Arbeiten unter Schutz, und arbeiten regelmäßig mit Übungsszenarien, Robotertechnik sowie Schutz- und Messausrüstung. In Einsätzen kooperieren sie eng mit Kriminaltechnik, Feuerwehr, Rettungsdiensten und ggf. militärischen Stellen, um Gefahren zügig zu beseitigen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Das EOD-Team trägt maßgeblich dazu bei, Risiken zu minimieren, öffentliche Veranstaltungen zu schützen und Ermittlungen zu unterstützen - oft unter hohem Zeitdruck und großer Verantwortung. Ihre Arbeit ist technisch anspruchsvoll, psychisch belastend und unverzichtbar für die Sicherheit im Bezirk.. 


Plastischer Sprengstoff – 1 Kilogramm (Nachbau mit Plastilin)


Plastiksprengstoffe, auch plastische Sprengstoffe genannt, zeichnen sich durch ihre besondere Plastizität aus. Sie sind weich, formbar und dadurch sehr vielseitig einsetzbar. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist der Sprengstoff C4. Typischerweise enthalten plastische Sprengstoffe die Wirkstoffe Nitropenta oder Hexogen.


Hier sieht man ein Kilogramm plastischen Sprengstoff, der mittels einer Sprengkapsel an einer Zeitzündschnur zur Detonation gebracht wird. Ein Meter dieser Zündschnur hat eine Brenndauer von etwa 110 bis 120 Sekunden. Zum Anzünden wird die Zündschnur normalerweise mit einer offenen Flamme entzündet.



Improvisierte Handgranate aus plastischem Sprengstoff (Nachbau mit Plastilin)


Sprengstoffe erzeugen verschiedene Gefahrenbereiche, darunter Bodenerschütterungen, Splitterwirkung und Druckwellen. Diese können in der Umgebung erhebliche Schäden verursachen und zu schweren Verletzungen führen.


Um die Splitterwirkung zu verstärken, wird im Rahmen terroristischer Anschläge oft gezielt Fremdmaterial wie Nägel oder Kieselsteine in den Sprengstoff eingebaut, um die Schadenswirkung zu maximieren. In diesem Beispiel wurden Glassplitter in den plastischen Sprengstoff eingearbeitet. Beim Zünden des Sprengstoffs werden diese Splitter auf Geschwindigkeiten von bis zu 5000 bis 8000 Metern pro Sekunde beschleunigt. Besonders tückisch ist, dass Glassplitter im Röntgenbild nur schwer erkennbar sind. Dadurch bleiben sie häufig unentdeckt und können mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.


Nummer 59: Glasvitrine - Rohrbombe


Die Rohrbombe gehört zu den Klassikern unter den terroristischen Sprengvorrichtungen. Sie ist einfach konstruiert, aber äußerst wirkungsvoll.


Eine Rohrbombe besteht meist aus einem metallischen Rohr, das mit Sprengstoff gefüllt wird. Je nach Art und Detonationsgeschwindigkeit des verwendeten Sprengstoffs sorgt das umschließende Rohr für eine starke Splitterwirkung, die verheerende Schäden anrichten kann. Das Rohr kann mit verschiedenen Sprengstoffarten befüllt werden, seien es pulverförmige, verflüssigte oder feste Sprengstoffe.



PMA-2 (Schützenmine) - (Nachbau mit einem Eishockey Puck)


Die PMA-2 ist eine Antipersonenmine, die aus dem Ostblock stammt und über einen chemischen Zündmechanismus verfügt. Die Sprengladung besteht aus 100 Gramm TNT. Eine Besonderheit des Zünders ist, dass die Mine nicht nur durch Druck – etwa beim Betreten – sondern auch durch Verdrehen oder Ziehen ausgelöst werden kann.


Beim Verlegen der Mine ragt nur der sechszackige, sternförmige Zünder aus dem Boden heraus. Dieser ähnelt einem Kleeblatt und ist für das Auge kaum wahrnehmbar. Wird auf das sternförmige Druckstück eine Kraft von mehr als fünf Kilogramm ausgeübt, durchstößt ein Metallplättchen eine darunterliegende Initialladung. Diese wird durch Druck und Reibung chemisch aktiviert, wodurch Hitze entsteht, die eine Sprengkapsel zündet und somit die Hauptladung zur Detonation bringt.


Das Verletzungsbild bei einer Explosion betrifft vor allem die unteren Extremitäten einschließlich der Genitalien. Die Verletzungen sind meist schwer und führen in der Regel zu massiver Kampfunfähigkeit.



Nummer 60: Display - "Was richtig ist, ist richtig und was falsch ist, ist falsch. Egal, wer Du bist":


Buford Pusser war ein bekannter Sheriff im McNairy County, Tennessee, der vor allem in den 1960er Jahren für seinen kompromisslosen Kampf gegen das Verbrechen berühmt wurde. Seine Geschichte wurde vielfach in Filmen und Büchern erzählt, wodurch er zu einer Legende im amerikanischen Süden wurde.

Buford Pusser wurde 1937 geboren und wuchs in einer ländlichen Gegend auf. Nachdem er einige Jahre als Polizeibeamter gearbeitet hatte, wurde er 1964 zum Sheriff von McNairy County gewählt. Zu dieser Zeit war das County von illegalem Glücksspiel, Alkoholschmuggel und anderen kriminellen Aktivitäten geprägt. Pusser machte es sich zur Aufgabe, diese illegalen Machenschaften zu bekämpfen und Recht und Ordnung wiederherzustellen.


Bekannt wurde Pusser vor allem wegen seines mutigen und oft riskanten Vorgehens gegen organisierte Kriminalität und korrupte Kräfte in der Region. Er war berüchtigt dafür, dass er allein oder mit wenigen Helfern gegen Banden vorging. Dabei kam es häufig zu gefährlichen Auseinandersetzungen, bei denen er mehrere Male verletzt wurde. Besonders dramatisch war ein Anschlag auf ihn, bei dem er schwer verletzt wurde, als sein Auto gesprengt wurde.


Trotz der Gefahren gab Pusser nie auf. Sein unerschütterlicher Einsatz für Gerechtigkeit brachte ihm viel Respekt bei den Bürgern, aber auch Feindschaft bei den Kriminellen ein. Er setzte sich auch gegen Korruption innerhalb der Polizei und der lokalen Regierung ein.

Sein Leben und Wirken wurden durch die Filmreihe „Walking Tall“ (deutsch: „Ein Mann sieht rot“) bekannt, die in den 1970er Jahren veröffentlicht wurde. Die Filme zeigen Pusser als einen starken, unbeugsamen Helden, der gegen das Böse kämpft – eine Darstellung, die bis heute das Bild von ihm prägt.


Buford Pusser starb 1974 im Alter von nur 37 Jahren bei einem Autounfall. Sein Leben und seine Taten werden jedoch weiterhin als Beispiel für Mut, Gerechtigkeit und den Kampf gegen das Verbrechen im ländlichen Amerika angesehen.



Nummer 61: PROHIBITION 


Die Prohibition in den USA war ein landesweites Verbot von Alkohol, das von 1920 bis 1933 galt. In dieser Zeit war es verboten, alkoholische Getränke herzustellen, zu verkaufen oder zu transportieren. Dieses Verbot wurde durch den 18. Verfassungszusatz eingeführt und durch das Volstead-Gesetzumgesetzt. Ziel der Prohibition war es, Alkoholmissbrauch zu verhindern und die Gesellschaft moralisch zu verbessern.

Während der Prohibition spielte der Sheriff eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung der Gesetze. Die Sheriffs und ihre Deputies waren dafür zuständig, illegale Brennereien aufzuspüren, Schwarzbrenner („Moonshiner“) festzunehmen und Alkoholschmuggler („Bootlegger“) zu verfolgen. In ihren Zuständigkeitsbereichen führten sie Hausdurchsuchungen durch, beschlagnahmten Alkohol und nahmen Verdächtige fest. In ländlichen Regionen waren die Sheriffs oft die einzigen Ordnungshüter vor Ort. Sie mussten mit begrenzten Mitteln gegen eine wachsende Zahl von Verstößen vorgehen. Besonders schwierig war es, gegen organisierte Banden und geheime Kneipen („Speakeasies“) vorzugehen, die sich schnell verbreiteten. In manchen Gegenden waren Sheriffs selbst korrupt oder standen unter dem Einfluss der Alkoholmafia, was die Durchsetzung der Gesetze zusätzlich erschwerte.


Trotz großer Anstrengungen war die Prohibition nicht erfolgreich. Der illegale Handel mit Alkohol blühte, die organisierte Kriminalität nahm stark zu, und der Staat verlor wichtige Steuereinnahmen. 1933 wurde die Prohibition schließlich durch den 21. Verfassungszusatz aufgehoben. Für viele Sheriffs war diese Zeit eine große Herausforderung, da sie zwischen dem Gesetz, der Bevölkerung und der zunehmenden Kriminalität vermitteln mussten.


Nach dem Ende der Prohibition behielten viele Regionen ihre eigenen Alkoholgesetze bei. Ein "dry county" ist ein Bezirk, in dem der Verkauf von Alkohol vollständig oder teilweise verboten ist. Das bedeutet, dass es dort keine Bars, Spirituosengeschäfte oder Restaurants mit Alkohol gibt - zumindest nicht offiziell. In manchen dieser Countys ist auch der Besitz oder Konsum von Alkohol eingeschränkt.


Ein "wet county" erlaubt den Verkauf und Konsum von Alkohol uneingeschränkt. Dort gibt es gewöhnlich Supermärkte, Bars und Restaurants, die alkoholische Getränke ausschenken dürfen. 


Es gibt auch sogenannte "moist counties", in denen Alkohol nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist – zum Beispiel nur in Restaurants, nicht aber im Einzelhandel, oder nur in bestimmten Städten innerhalb des Bezirks. Diese Regelungen werden lokal beschlossen, meist durch Abstimmungen. Besonders im Süden der USA - etwa in Teilen von Kentucky, Texas, Arkansas oder Mississippi - gibt es noch heute viele dry oder moist counties. Die Gründe dafür sind oft kulturell oder religiös geprägt. In der Praxis führen solche Gesetze manchmal zu kuriosen Situationen: Menschen fahren in ein Nachbar-Bezirk, um Alkohol zu kaufen, oder illegale Verkäufe finden trotzdem statt.



Nummber 62: Tisch - CSI - Crime Scene Unit - Kriminaltechnik


Das Sheriff CSI Team (Crime Scene Investigation Team) ist eine Spezialeinheit innerhalb der Sheriff-Behörde, die sich auf die Untersuchung von Tatorten spezialisiert hat. Die Hauptaufgabe besteht darin, Beweise zu sichern, zu analysieren und zu dokumentieren, um Verbrechen aufzuklären. 

Das Team untersucht einen Tatort systematisch nach Spuren wie Blut, Haaren, Fasern, Schuhspuren, Fingerabdrücken oder DNA. Anschließend werden die gefundenen Beweismittel fotografiert, sorgfältig verpackt und eindeutig gekennzeichnet, um ihre Echtheit und Unversehrtheit zu gewährleisten.


Einige Analysen können direkt am Tatort durchgeführt werden, komplexere Untersuchungen erfolgen jedoch in einem forensischen Labor. Das CSI-Team arbeitet eng mit Ermittlern, Gerichtsmedizinern und anderen Spezialeinheiten zusammen und liefert ihnen wichtige Ergebnisse zur Unterstützung der Ermittlungen. Zudem dokumentiert das Team alle Arbeitsschritte genau, um die Beweise vor Gericht verwenden zu können. In manchen Fällen treten die Mitglieder auch als Zeugen vor Gericht auf. Sie kommen bei schweren Verbrechen wie Mord, Sexualdelikten, Brandstiftung oder schweren Unfällen zum Einsatz.


Die Teammitglieder sind speziell ausgebildete Fachkräfte mit Kenntnissen in Biologie, Chemie, Kriminalistik oder forensischer Wissenschaft. Während die reguläre Polizei für die Sicherheit am Tatort sorgt und Verdächtige vernimmt, konzentriert sich das CSI-Team auf die wissenschaftliche Spurensicherung und Analyse.



Fingerabdrücke 


Fingerabdrücke sind eine der wichtigsten Spurenarten in der Kriminalistik. Sie sind einzigartig für jede Person und verändern sich ein Leben lang nicht. Deshalb können sie zur eindeutigen Identifizierung von Tätern verwendet werden. Fingerabdrücke bestehen aus den feinen Linien und Mustern der Haut an den Fingerspitzen. Am Tatort können sie auf vielen Oberflächen gefunden werden, zum Beispiel auf Glas, Metall oder Kunststoff. Die Spuren werden gesichert, oft mit speziellen Pulvermethoden oder chemischen Verfahren, und dann analysiert. Dabei werden charakteristische Punkte und Muster verglichen, um Übereinstimmungen zu finden. Fingerabdrücke helfen nicht nur bei der Identifikation von Personen, sondern können auch belegen, dass jemand einen Gegenstand berührt hat. Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit gelten Fingerabdrücke als gerichtsverwertbarer Beweis. 

Fingerabdrücke werden anhand bestimmter Merkmale beschrieben, die bei der Analyse und dem Abgleich helfen. Zunächst wird das Grundmuster bestimmt. Es gibt drei Haupttypen: Schleifen, Wirbel und Bögen. Außerdem werden die sogenannten Minuzien betrachtet. Das sind kleine Details in den Linien, wie Endungen, Gabelungen, Punkte oder Inseln. Diese Minuzien machen jeden Abdruck einzigartig. Weitere wichtige Merkmale sind der Ridge Count, also die Anzahl der Hautlinien zwischen bestimmten Punkten, sowie der Delta, ein dreieckiger Bereich, der als Orientierungspunkt dient. Auch der Kern, das Zentrum des Musters, wird beschrieben. All diese Merkmale werden dokumentiert und miteinander verglichen, um Fingerabdrücke eindeutig zuordnen zu können. 


Nimm die Lupe und versuche, die Schleifen, Wirbel und Bögen der Fingerabdrücke auf dem FBI‑Formular zu erkennen. 



Nummer 63: TRITECH FORENSICS GUNSHOT RESIDUE EVIDENCE COLLECTION KIT:


Ein GSR‑Collection‑Kit (Kit zur Entnahme von Schussrückständen) von Herstellern wie Tritech Forensics ist dafür gedacht, Rückstände von Schusswaffenabgaben (GunShot Residue, GSR) sicher von Personen, Kleidung oder Oberflächen zu sammeln, zu konservieren und zur forensischen Laboranalyse einzureichen. Solche Kits sind für die Tatortarbeit, Festnahmen und spätere kriminaltechnische Untersuchungen konzipiert. 



Forensischer Abstrich - Forensic Swab 


Ein forensischer Abstrich dient der Sammlung biologischer Proben wie Blut, Speichel oder Hautzellen für DNA-Analysen. DNA-frei bedeutet, dass der Abstrich keine nachweisbare Fremd-DNA enthält, um Kontamination zu vermeiden. Die EtO-Sterilisation macht den Abstrich keimfrei, ohne das Material zu beschädigen. Abstriche sind einzeln verpackt und für die sichere DNA-Analyse geeignet. 



Nummer 64: Rot - und Blaulichter - Die hier gezeigten Rot- und Blaulichter, sogenannte teardrop lights, wurden an zivilen Dienstfahrzeugen montiert, um sie für Einsatzfahrten auszustatten.

Ihre charakteristische, tropfenförmige Silhouette erinnert an eine Träne – daher der Name. Diese Form war nicht nur ein Blickfang, sondern auch funktional: Sie machte die Lichter aerodynamischer, reduzierte den Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten und verlieh den Fahrzeugen zugleich ein modernes, dynamisches Erscheinungsbild.


In den 1940er Jahren nutzten Einsatzkräfte zuerst nur eine rote Leuchte, um sich als Polizeifahrzeug zu kennzeichnen. Diese einfachen Leuchten waren günstig und gut sichtbar. Später wurden sie durch magnetisch befestigte Leuchten ersetzt, die man flexibel einsetzen konnte. Danach kamen große Lichtbalken mit mehreren Leuchten zum Einsatz.


Anfangs gab es rotierende Lichter, später folgten Stroboskoplichter mit blinkendem Blau. Blaulichter wurden Ende der 1960er Jahre eingeführt, um Verwechslungen zu vermeiden, da rote Lichter bereits in der Luft- und Schifffahrt für Richtungsanzeigen genutzt werden.


Ein Suchscheinwerfer (Spotlight) ist eine starke, schwenkbare Lichtquelle, die an einem Einsatzfahrzeugen montiert ist. Das Spotlight dient dazu, bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen bestimmte Bereiche, Personen oder Objekte gezielt anzuleuchten, etwa bei Verkehrskontrollen, Fahndungen oder Unfällen. Es wird meist manuell vom Fahrer o aus bedient werden, um den Lichtstrahl schnell und präzise auszurichten. Diese Scheinwerfer sind leistungsstärker als normale Fahrzeugscheinwerfer und oft mit einem rotierenden oder schwenkbaren Mechanismus ausgestattet, damit das Licht flexibel und punktgenau eingesetzt werden kann.




Halten Sie die jeweiligen Schalter für mind. 2-3 Sekunden gedrückt und das Licht geht an.



Nummer 65: Hamilton County Sheriff's Office - Ohio 


Der Bezirk Hamilton im Bundestaat Ohio wurde im Jahr 1790 gegründet und ist nach Alexander Hamilton, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten  genannt. Das Hamilton Co. Sheriff's Office ist verantwortlich für die Durchsetzung von Gesetzen, die Verwaltung des Bezirksgefängnisses, die Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, die Unterstützung bei Ermittlungen sowie die Bereitstellung von Sicherheitsdiensten für Gerichte und Behörden. 



Nummer 66: Glasvitrine - Ballistik 


Forensische Ballistik, auch Kriminalballistik genannt, beschäftigt sich mit der Untersuchung von Schusswaffen, Munition sowie den von ihnen erzeugten Spuren wie Geschossen, Hülsen und Schussrückständen mit dem Ziel, Tatabläufe zu rekonstruieren und Täter oder Tatmittel zu identifizieren. 


Man unterscheidet dabei mehrere Teilgebiete: Die interne Ballistik beschreibt die Vorgänge im Lauf während der Verbrennung des Treibmittels, die externe Ballistik befasst sich mit der Flugbahn des Geschosses nach Verlassen des Laufs, die terminale oder Wundballistik untersucht die Wechselwirkung des Geschosses mit dem Ziel und die Spurballistik oder Waffenidentifikation vergleicht Werkzeugspuren an Hülsen und Geschossen zur Zuordnung einer Tatwaffe. 


Typische Aufgaben der kriminaltechnischen Untersuchung umfassen Funktionsprüfungen von Waffen, den Abgleich von abgefeuerten Geschossen und Hülsen aus einer Tat mit Testschüssen aus einer verdächtigen Waffe, die Sicherung und Dokumentation von Projektilen und Hülsen sowie die Analyse von Schussrückständen. Zur Trajektorienbestimmung werden Methoden wie Stringing, Laser oder Vermessungsgeräte eingesetzt, und bei der Untersuchung von Schussrückständen werden Partikelanalysen vorgenommen, um typische Elemente wie Blei, Barium oder Antimon nachzuweisen. Die Wundanalyse liefert Hinweise auf Eintritts- und Austrittswunden sowie auf mögliche Schussdistanzen, und durch elektrolytische oder chemische Verfahren kann man teilweise manipulierte oder entfernte Seriennummern wieder lesbar machen. 


Zu sehen sind ua. eine beschusshemmende Weste sowie mehrere deformierte Geschoße (Kugel)

Mit dieser abgebildeten Munition erfolgte der Beschuss auf die beschusshemende Weste. 


Die intakte bunte Munition ist Farbmunition. Farbmunition ist eine spezielle Art von Munition, die beim Auftreffen auf ein Ziel Farbe abgibt. Sie wird häufig dazu verwendet, Personen oder Objekte sichtbar zu markieren, ohne dabei schwere Verletzungen zu verursachen. 



Nummer 67: Display - Die drei von West Memphis:


Die „West Memphis Three“ sind drei Minderjährige, die in den frühen 1990er Jahren in West Memphis, Arkansas, wegen des Mordes an drei kleinen Jungen verurteilt wurden. Ihr Fall erregte weltweit Aufsehen, da viele Zweifel an ihrer Schuld hatten und der Prozess als Beispiel für Justizirrtum und Vorurteile gilt.


 


Im Mai 1993 wurden drei acht Jahre alte Jungen – Stevie Branch, Michael Moore und Christopher Byers – in einem Waldstück in West Memphis brutal ermordet aufgefunden. Die Tat schockierte die kleine Gemeinde, die sich schnell nach Antworten sehnte. Kurz darauf wurden drei Jugendliche festgenommen: Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. Alle waren damals zwischen 16 und 18 Jahre alt. Besonders Damien Echols fiel durch seinen alternativen Kleidungsstil und Interesse an Heavy Metal und Okkultismus auf. Dies führte zu einem Klima der Angst und Vorverurteilung in der Stadt.


Die Anklage basierte vor allem auf einer Aussage von Jessie Misskelley, der nach langen Verhören ein Geständnis ablegte. Dieses Geständnis war jedoch widersprüchlich und von vielen als erzwungen angesehen. Dennoch wurden alle drei verurteilt: Echols zum Tode, Baldwin und Misskelley zu langen Haftstrafen.


Schon bald regte sich Widerstand gegen die Urteile. Viele glaubten, die „West Memphis Three“ seien Opfer von Vorurteilen, Angst vor dem „Okkulten“ und einem schlechten Justizsystem. Zahlreiche Unterstützer – darunter Prominente und Rechtsanwälte – setzten sich für eine Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Im Laufe der Jahre wurden neue DNA-Tests durchgeführt, die kein belastendes Material bei den Angeklagten fanden. Dies führte 2011 zu einer Wiederaufnahme des Falles.


2011 kamen die drei Männer durch einen sogenannten „Alford-Plea“ frei. Dabei erklärten sie nicht ausdrücklich ihre Unschuld, aber gaben auch nicht zu, schuldig zu sein – was oft eine Voraussetzung für eine vorzeitige Haftentlassung ist. Die Freilassung war ein großer Sieg für die Unterstützer und eine bittere Niederlage für das Justizsystem.


Der Fall der "West Memphis Three" zeigt, wie Vorurteile, Medienhysterie und mangelnde Beweise zu Fehlurteilen führen können. Er wirft wichtige Fragen über Gerechtigkeit, Verfahrensfehler und den Einfluss öffentlicher Meinung auf Gerichtsprozesse auf. Noch heute wird der Fall als Beispiel für Justizirrtümer und die Bedeutung fairer Verfahren genutzt.



Nummer 68: Tisch - Schichttafelsystem - Einfach zum durchblättern



Nummer 69: Snohomish Co. Sheriff's Office - Washington - Hut


Der Bezirk Snohomish im Bundesstaat Washington wurde 1861 gegründet und ist nach dem Stamm der Snohomish-Indianer benannt, die in dieser Region lebten. 

Das Snohomish Co. Sheriffs Office ist zuständig für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit in nicht eingemeindeten Gebieten, den Betrieb desBezirksgefängnisses, Strafverfolgung, Zivilvollstreckung und Unterstützung der lokalen Gemeinden bei Notfällen. 



Nummer 70: Glasvitrine - County Jail - Bezirksgefängnis


Das County Jail ist ein Gefängnis, das vom Sheriff’s Department eines Bezirkes betrieben wird. Es dient in erster Linie dazu, Personen in Untersuchungshaft oder mit kurzen Haftstrafen (meist unter einem Jahr) unterzubringen. Inhaftiert sind dort sowohl Menschen, die auf ihren Gerichtsprozess warten, als auch bereits verurteilte Straftäter mit geringeren Vergehen.

Die Deputies, die im Bezirksgefängnis arbeiten, sind speziell ausgebildete Vollzugsbeamte. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, für Sicherheit und Ordnung innerhalb der Haftanstalt zu sorgen. Sie kontrollieren die Bewegungen der Insassen, führen Zählungen durch, überwachen Besuche und stellen sicher, dass keine verbotenen Gegenstände in das Gefängnis gelangen. Darüber hinaus greifen sie ein, wenn es zu Konflikten oder Notfällen kommt, und unterstützen bei medizinischen oder psychologischen Notfällen, bis Fachpersonal eintrifft. Einige Deputies im Jail übernehmen auch Verwaltungsaufgaben, zum Beispiel beim Empfang neuer Häftlinge oder bei der Entlassung. Obwohl sie bewaffnet sein können, tragen viele Jail-Deputies innerhalb des Gebäudes keine Schusswaffen, um das Risiko in geschlossenen Räumen zu minimieren. Insgesamt tragen sie eine große Verantwortung für die Sicherheit der Inhaftierten, ihrer Kollegen und sich selbst.



Metall Plakette -"STATE OF GEORGIA PRISONER No." und "CHAIN GANG No." beziet sich auf die historischen Zwangsarbeitergruppen (chain gangs) in Georgia. Chain Gangs waren Gruppen von Sträftlingen, die aneinander gekettet Zwangsarbeit verrichten mussten, z.B. beim Straßenbau oder in der Landwirtschaft.



Zeugenladung zur Exekution von Ignatz Patz


Die Exekution von Ignatz Patz im Jahr 1922 in Illinois ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Unvorhersehbarkeit der Justizgeschichte. Patz wurde des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung sollte am 16. Juni 1922 in Waukegan stattfinden, und Einladungen wurden bereits durch das Büro des Sheriffs verschickt. 

Kurz vor der geplanten Exekution jedoch begnadigte Gouverneur Len Small Patz und wandelte die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe um. Er begründete dies mit „wichtigen Umständen, die zuvor nicht bekannt waren“. Interessanterweise hatte Gouverneur Small selbst juristische Probleme: Er war wegen Unterschlagung von 600.000 U.S. Dollar aus dem Staatshaushalt angeklagt worden. 


Am 24. Juni 1922 wurde er jedoch von allen Anklagepunkten freigesprochen, und später erhielten acht der Geschworenen Staatsjobs. Im Jahr 1928 begnadigte Gouverneur Small Patz endgültig, und dieser wurde aus dem Gefängnis entlassen. Patz zog nach Los Angeles, Kalifornien, wo er in den 1930er Jahren als Eisenarbeiter arbeitete. Im selben Jahr wurde Gouverneur Small erneut angeklagt, diesmal wegen des Verkaufs von etwa 500 Begnadigungen.



Prison shank

Ein „prison shank“ ist eine improvisierte Stichwaffe, die in Gefängnissen von Insassen hergestellt oder genutzt wird. Der Begriff umfasst sehr unterschiedliche Gegenstände, die zu scharfen, durchstoßenden Waffen umfunktioniert wurden. Shanks werden häufig für Angriffe, Einschüchterung oder zur Durchsetzung von Konflikten innerhalb der Gefängnishierarchie eingesetzt. Solche Waffen verursachen schwere Verletzungen bis hin zu Todesfällen und verschärfen die Sicherheitslage für Insassen und Personal. Gefängnisse begegnen dem Problem durch Kontrollen, Metalldetektoren, Röntgengeräte, Videoüberwachung, gezielte Durchsuchungen und Beschränkung des Zugangs zu potenziell gefährlichen Materialien. Besitz, Herstellung oder Einsatz von Shanks zieht in der Regel zusätzliche straf- und disziplinarische Maßnahmen nach sich. Wichtige präventive Maßnahmen sind zudem Bildung, Arbeit, psychologische Betreuung und Konfliktlösungsprogramme, da Überbelegung, Personalmangel und fehlende Beschäftigung Gewalt begünstigen. Langfristig reduzieren strukturierte Resozialisierungs- und Personalstärkungsprogramme das Risiko illegaler Waffen in Haftanstalten. 



Nummer 71: Glasvitrine - Sheriff Narcotics Unit - Einheit zur Drogenbekämpfung


Die Sheriff-Drogeneinheit ist eine Spezialeinheit innerhalb des Sheriffbüros, die sich auf die Bekämpfung von Drogenkriminalität konzentriert. Sie ermittelt gezielt gegen Personen und Gruppen, die mit illegalen Drogen handeln, sie herstellen oder konsumieren. Dabei führt die Einheit sowohl verdeckte als auch offene Ermittlungen durch, beobachtet Verdächtige und sammelt Beweise.


Ein zentraler Teil ihrer Arbeit ist die Durchführung von Hausdurchsuchungen, Fahrzeugkontrollen und gezielten Zugriffen, um Drogen, Waffen oder Bargeld sicherzustellen. Oft arbeitet die Einheit dabei mit anderen Polizeieinheiten oder Bundesbehörden wie der DEA (Drug Enforcement Administration = Drogenbekämpfungsbehörde) zusammen – vor allem bei größeren oder überregionalen Fällen. 

Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Aufspüren und Stilllegen illegaler Drogenlabore. Diese Einsätze sind besonders gefährlich, da giftige Substanzen und bewaffnete Täter eine große Bedrohung darstellen können. Die Drogeneinheit dokumentiert alle Funde und Ermittlungen sorgfältig, um die Beweise vor Gericht verwenden zu können. In einigen Fällen übernehmen die Beamten auch Aufklärungsarbeit, etwa an Schulen, um Jugendliche vor Drogen zu warnen.


Die Deputies in der Drogeneinheit sind speziell geschult und bringen Erfahrung im Bereich der Überwachung, Beweissicherung und des verdeckten Arbeitens mit. Im Gegensatz zur Streifenpolizei arbeitet die Drogeneinheit meist verdeckt und über einen längeren Zeitraum an einzelnen Fällen.



Nummer 72: Drogentests sind Verfahren, mit denen der Konsum von Drogen nachgewiesen wird. Die Tests können verschiedene Probenarten nutzen, darunter Urin, Blut, Speichel, Haar oder Schweiß. Hier wird ein Urin- sowie ein Speicheltest gezeigt.

Beim DIPRO DRUGLAB Multi-Drug Screen Test handelt es sich um einen immunchromatographaischen Schnelltest zum qualitativen Nachweis verschiedener Drogen oderen deren Metaboliten im menschlichen Urin. Der Test kann mehrere Substsanzen gleichzeitig nachweisen, wie Amphetamine (AMP), Benzodiazepine (BZO), Kokain (COC), Methampetamine (MET), Opiate (OPI) und Cannabis (THC). Diese Tests können verschiedene Probenarten nutzen, darunter Urin, Blut, Speichel, Haar oder Schweiß. zeigt. 


Das Ergebnis wird durch das Erscheinen von farbigen Linien angezeigt. Eine Linie neben (C) (Kontrolle) und "T" (Test) bedeutet ein negatives Ergebnis, während eine Linie nur neben "C" auf ein positives Ergebnis hinweist. In diesem Fall wurden Benzodiazepine nachgewiesen.


Bei dem Drogentest DrugWipe 5 S handeltes sich um einen Speicheltest, der für den Nachweis von Drogenkosnum konzipiert ist.


Der Test kann fünf der am weitesten verbreiteten Drogen nachweisen. Cannabis, Opiate, Kokain, Amphetamine und Methamphetamine. Rote Linien im Auslesefenster zeigen an, welche Drogen nachgewiesen wurden. Eine integrierte Kontrolllinie (CL) zeigt die korrekte Durchführung und Funktionsfähigkeit des Tests an. In diesem Fall verlief der Test negativ.


Beide Tests werden unter anderem von Polizeibehörden für Verkehrskontrollen eingesetzt.



Nummer 73: Display - Emmett Louis Till:


Emmett Louis Till war ein 14-jähriger afroamerikanischer Junge aus Chicago, dessen grausamer Tod 1955 zu einem Wendepunkt im Kampf gegen Rassismus und für Bürgerrechte in den USA wurde. 


Emmett Till lebte bei seiner Mutter in Chicago, als er im Sommer 1955 seine Familie in Money, Mississippi, besuchte – einem Ort, der von strenger Rassentrennung und tief verwurzeltem Rassismus geprägt war. Zu dieser Zeit herrschte in vielen Teilen des Südens der USA eine offene und gesetzlich verankerte Diskriminierung gegenüber Afroamerikanern.


Am 24. August 1955 soll Emmett Till einer weißen Frau, Carolyn Bryant, in einem Geschäft etwas gesagt oder geflirtet haben. Die genauen Details sind bis heute umstritten. Kurz darauf kamen ihr Ehemann Roy Bryant und dessen Halbbruder J.W. Milam zu dem Haus, in dem Emmett übernachtete, entführten ihn und misshandelten ihn brutal.


Emmett Till wurde gefoltert, erschossen und sein Körper wurde in den Tallahatchie River geworfen, wobei er an einem schweren Gewicht befestigt war. Drei Tage später wurde seine Leiche gefunden. Der Anblick des verstümmelten Körpers schockierte die Öffentlichkeit.


Roy Bryant und J.W. Milam wurden wegen Mordes angeklagt, doch die weiße Jury sprach sie nach kurzer Beratung frei – ein typisches Beispiel für die rassistische Justiz im Süden der USA. Die beiden Männer gaben später in einem Interview zu, den Mord begangen zu haben, konnten aber nicht erneut verfolgt werden.

Der Fall erregte landesweit Aufmerksamkeit, besonders nachdem Emmetts Mutter, Mamie Till-Mobley, bestand darauf machte, dass der offene Sarg bei der Beerdigung gezeigt wurde, damit die Welt die Brutalität der Tat sehen konnte. Bilder des verstümmelten Jungen erschienen in vielen Zeitungen und mobilisierten die Bürgerrechtsbewegung. Emmett Tills Tod gilt als ein Katalysator für die Bürgerrechtsbewegung in den USA, die in den folgenden Jahrzehnten entscheidende Veränderungen in der Gleichberechtigung brachte.


Der tragische Tod von Emmett Louis Till zeigt auf brutale Weise die tief verwurzelten Rassismus-Probleme in den USA zu jener Zeit. Sein Schicksal erinnert bis heute daran, wie wichtig der Kampf gegen Diskriminierung und für Gerechtigkeit ist.



Display - Die Wurzel des Hasses:


Die Mississippi Burning Morde beziehen sich auf die Ermordung von drei Bürgerrechtlern im Jahr 1964 im Bundesstaat Mississippi. Dieser Fall wurde zu einem Symbol für den brutalen Widerstand gegen die Bürgerrechtsbewegung im Süden der USA und führte zu einer verstärkten Aufmerksamkeit auf die Rassendiskriminierung und Gewalt gegen Afroamerikaner. Im Jahr 1964 kämpften viele Afroamerikaner im Süden der USA für ihr Wahlrecht und gegen Rassentrennung. Um dies zu unterstützen, schickte die Bürgerrechtsorganisation Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC = Studentisches Koordinierungskomitee für Gewaltlosigkeit) und andere Gruppen Aktivisten in die Region, um Registrierung von schwarzen Wählern zu fördern und auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.


Am 21. Juni 1964 wurden drei Männer ermordet: James Chaneyein afroamerikanischer Aktivist aus Mississippi, und die weißen Aktivisten Michael Schwerner und Andrew Goodman aus dem Norden der USA. Die drei waren in Mississippi, um bei der Organisation der Bürgerrechtsbewegung zu helfen.

 

Die drei Männer wurden festgenommen und nach ihrer Freilassung spurlos vermisst. Nach intensiven Ermittlungen wurden ihre Leichen später in einem abgelegenen Grab gefunden. Die Ermittlungen zeigten, dass Mitglieder des Ku-Klux-Klan und örtliche Polizisten an den Morden beteiligt waren.


Der Fall zog bundesweite Aufmerksamkeit auf sich. Das FBI übernahm die Ermittlungen in einem Einsatz namens „Mississippi Burning“. Die Morde führten zu einem der ersten großen Strafprozesse gegen Ku-Klux-Klan-Mitglieder. Einige der Täter wurden verurteilt, obwohl viele von ihnen später freikamen oder nur kurze Haftstrafen absitzen mussten.


Die Morde von Mississippi Burning entlarvten die brutale Gewalt, die viele Bürgerrechtler in Kauf nehmen mussten. Sie führten zu einer stärkeren Unterstützung für die Bürgerrechtsbewegung im ganzen Land und trugen dazu bei, dass der Civil Rights Act von 1964 und das Voting Rights Act von 1965 verabschiedet wurden. Diese Morde sind ein trauriges Beispiel für die Gewalt und den Hass, denen Bürgerrechtler in den 1960er Jahren ausgesetzt waren. Ihr Tod machte jedoch viele Menschen auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam und war ein wichtiger Schritt im Kampf für Gleichberechtigung und Menschenrechte in den USA.




Nummer 74: Tisch - Verschiedenes:


ARKANSAS MOTOR VEHICLE COLLISION REPORT = Unfallaufnahme Formular für einen Verkehrsunfall mit Sachschaden



OREGON UNIFORM CITATION AND COMPLAINT = Einheitlicher Verwarnungs- und Strafanzeigebogen für Oregon; Der Begriff bezieht sich auf ein standardisiertes Formular, das von Strafverfolgungsbehörden verwendet wird, um Ordnungswidrigkeiten oder Verkehrsverstöße zu dokumentieren und eine formelle Anzeige (Beschwerde) zu erheben. 



CITATION State of Minnesota = Dieses offizielle Dokument des Bundesstaates wird von Strafverfolgungsbehörden ausgestellt, um eine Ordnungswidrigkeit oder einen Verkehrsverstoß zu dokumentieren und dem Betroffenen eine formelle Verwarnung oder Ladung zu übergeben. 



Die Horizontal Gaze Nystagmus (HGN) Checkliste ist ein standardisiertes Protokoll, das von Deputies und Poliziesten verwendet wird, um Anzeichen von Beeinträchtigung durch Alkohol oder Drogen zu erkennen – insbesondere im Rahmen von Field Sobriety Tests (FST) am Straßenrand. Weiters sieht man ein Checklist zum FST.



GUIDE TO PROVISIONAL DRIVER LICENSE RESTRICTIONS - Oregon = Leitfaden zu den Einschränkungen des vorläufigen Führerscheins im Bundesstaat Oregon.



GRADE CROSSING COLLSION INVESTION CHECKLIST =  ist eine standardisierte Checkliste zur Untersuchung von Unfällen an Bahnübergängen ("Grade Crossings") – also dort, wo sich Schienen und Straßen auf gleicher Höhe kreuzen. Diese Checkliste wird von Ermittlern (z. B. Polizei, Bahnaufsicht, Transportsicherheitsbehörden wie der FRA – Federal Railroad Administration in den USA) verwendet, um sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte bei einem Zusammenstoß zwischen einem Schienenfahrzeug (Zug, Lok etc.) und einem Straßenfahrzeug oder Fußgänger dokumentiert und bewertet werden.



Metallplatte = Diese Metallplatte wird verwendet um Sonnenlicht gezielt zu reflektieren. Durch gezielte Ausrichtung der Lichtreflexion lässt sich über weite Entfernungen die Aufmerksamkeit einer Person, eines Fahrzeugs, eines Luftfahrzeugs oder eines bestimmten Ortes auf sich ziehen. 



FAULKNER COUNTY SHERIFF's OFFICE - WARNING OF VIOLATION = Bedeutet „Verwarnung wegen eines Verstoßes“ oder „Hinweis auf eine Regelverletzung“.  Es handelt sich dabei nicht um eine formelle Anklage oder ein Bußgeldbescheid, sondern eher um eine schriftliche Vorwarnung, dass gegen ein Gesetz oder eine Vorschrift verstoßen wurde – vergleichbar mit einer schriftlichen Ermahnung. 



BLS KIT = Ein BLS Kit bezieht sich in der Regel auf ein Basic Life Support Kit (zu Deutsch: Basis-Lebenserhaltungskit). Es handelt sich dabei um ein Set von medizinischen Geräten und Hilfsmitteln, das für die grundlegende Erste Hilfe und Wiederbelebungsmaßnahmen gedacht ist.


Lederumschlag für Notizblock



SHERIFF'S DEED = Die Eigentumsurkunde ist ein juristisches Dokument, das in den USA verwendet wird, um den Eigentumsübergang einer Immobilie nach einer Zwangsversteigerung (Foreclosure) oder einer anderen gerichtlichen Anordnung zu dokumentieren. Diese Eigentumsurkunde stamm aus dem Jahre 1882 und stammt vom Livingston Co. Sheriff's Office im Bundesstaat Missouri.



STATE OF ARKANSAS VIOLATIONS - TRAFFIC AND LICENSE OFFENSES = In Arkansas gibt es eine Reihe von Verkehrs‑ und Führerschein‑Verstößen, die gesetzlich geregelt sind. Hier ist eine Übersicht über wichtige Kategorie und typische Verstöße.



ARKANSAS LAW ENFORCEMENT PICKET MANUAL = ist ein handliches Nachschlagewerk für Einsatzkräfte: schnelle Rechtsübersichten, Verfahrensschritte, Standardphrasen, Checklisten und Sicherheits‑/Kommunikationsregeln, die im Einsatz kurzfristig gebraucht werden.



ARKANSAS Motor Vehicle and Traffic Law and State Highway Commission Regulations - Dieses Gesetzbuch enthält die Verkehrsregeln, die Fahrer im Bundesstaat beachten müssen. 



Blue Blitz Traffic Template Instruction Manual - Eine Unfallskizzen-Vorlage hilft dabei, den Ablauf eines Unfalls übersichtlich darzustellen. Auf ihr kann man eine vereinfachte Ansicht der Straße oder Kreuzung zeichnen und die Positionen von Fahrzeugen, Fußgängern oder Tieren eintragen, um den Unfallhergang deutlich zu machen. Copyright 1985 (rev. 1995).



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